Hertha BSC

Hertha BSC bleibt bis 2030 im Olympiastadion

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Inga Böddeling
Präsident Bernstein: "Großes Potenzial an verbitterten Hertha-Fans"

Präsident Bernstein: "Großes Potenzial an verbitterten Hertha-Fans"

Hertha BSC steckt trotz des versöhnlichen Jahresausklangs durch das 2:0 gegen den 1. FC Köln erneut mitten im Abstiegskampf. Dementsprechend gedämpft war die Stimmung bei der Mitgliederversammlung am Sonntag. Im Anschluss stärkte Sport-Geschäftsführer Fredi Bobic seinem Trainer Sandro Schwarz demonstrativ den Rücken. Präsident Kay Bernstein sprach von einem "großen Potenzial an verbitterten Hertha-Fans".

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Hertha BSC muss den Mietvertrag mit dem Olympiastadion verlängern. Eine eigene Arena wird nicht vor 2030 realisiert.

Berlin.  Hertha BSC braucht beim Thema Stadion noch viel Geduld. Aktuelle Planungen peilen erst 2030 für die Eröffnung einer eigenen Arena an, die im Olympiapark entstehen soll. Eine Expertenkommission prüft nun das Gelände am Lindeneck, nördlich des Maifelds.

„Wir sind erstmals in der Lage, dass wir die politische Willensbildung und die Unterstützung von Sportsenatorin Iris Spranger haben“, erklärte Präsident Kay Bernstein am Sonntag auf der Mitgliederversammlung des Hauptstadtklubs.

Kommission soll im Sommer 2023 Machbarkeitsbericht vorlegen

Der Vereinsboss selbst gehört der Kommission an, ebenso wie Vertreter des Senats, Berlins Denkmalschützer Christoph Rauhut, Ex-Bundesligaschiedsrichter Manuel Gräfe und Knut Beyer von der Initiative „Blau-weißes Stadion“. Im Sommer 2023 soll ein Abschlussbericht vorliegen. „Wir gehen davon aus, dass wir im nächsten Jahr im Sommer Klarheit haben, ob wir unseren Traum vom eigenen Fußballstadion verwirklichen können“, so Bernstein.

Seit 2017 laufen Planungen für ein reines Fußballstadion. Die Suche nach einem Grundstück gestaltete sich bisher allerdings schwierig. Mittlerweile liegen Ideen vor, die ein Stadion mit 45.000 Zuschauern vorsehen und sich am „La Bombonera“ in Buenos Aires orientieren.

Hertha BSC legt Streit mit Olympiastadion bei

Für den Hauptstadtklub resultiert aus der neuen Zeitplanung die Verlängerung des Mietvertrags mit dem Olympiastadion. Noch läuft der Kontrakt bis 2025, das ursprüngliche Zieljahr für ein eigenes Fußballstadion. Fünf Jahre mehr müssen nun vereinbart werden.

Die Basis für eine weitere Zusammenarbeit ist immerhin da. Den Streit um die geforderten Mietminderungen haben beide Parteien in einem Verfahren beigelegt. Grund für die Auseinandersetzung waren die Corona-Pandemie und damit verbunden die Geisterspiele, für die Hertha nicht die volle Miete zahlen wollte. Drei Millionen sparen die Berliner, die Summe wurde mit den bisherigen Zahlungen verrechnet.

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