Neuausrichtung

Hertha BSC setzt jetzt auf die Frauen

Inga Böddeling
Auch im Olympiastadion war der Frauenfußball bei Hertha schon Thema.

Auch im Olympiastadion war der Frauenfußball bei Hertha schon Thema.

Foto: Juergen Engler / picture alliance / nordphoto GmbH / Engler

Hertha BSC beendet die Kooperation mit Turbine Potsdam, um im Frauenfußball eigene Wege zu gehen.

Berlin.  Hertha BSC macht ernst in Sachen Frauenfußball. Wie der Berliner Fußball-Bundesligist am Freitag mitteilte, werde die Kooperation mit Turbine Potsdam vertragsgemäß am Ende der Saison auslaufen. Eine Verlängerung der Zusammenarbeit kam nicht infrage, weil der Hauptstadtklub nun „eigene Wege in Sachen Mädchen- und Frauenfußball gehen“ will, wie Präsident Kay Bernstein erklärte.

Hertha ist der einzige der aktuellen 18 Bundesliga-Vereine, der kein eigenes Frauenteam hat. Auch Mädchenfußball findet in der Jugendabteilung nicht statt. Schon im August, kurz nach seiner Wahl, hatte Bernstein angekündigt, sich dieser Thematik annehmen zu wollen.

Antrag zum Frauenfußball bei Hertha BSC auf der MV

Der offizielle Hertha-Fanklub „Axel Kruse Jugend“ reichte einen Antrag ein, der ein „Ja zum Frauenfußball bei Hertha“ forderte. Dieser wurde im Präsidium thematisiert und soll nun auch auf der Mitgliederversammlung am kommenden Sonntag (ab 11 Uhr, Messehalle 22) besprochen werden.

Von 2009 bis 2016 hatte Hertha bereits eine Kooperation mit dem Frauen-Zweitligisten Lübars. Seit 2020 bestand dann die Zusammenarbeit mit Turbine, die auf finanzielle, inhaltliche und sportliche Themen ausgerichtet war.

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