Hertha gegen den HSV

So lief der Countdown zur Relegation

| Lesedauer: 20 Minuten

Hertha trifft am Abend im Berliner Olympiastadion auf den Hamburger SV. Alle News und Infos zum Hinspiel der Relegation im Liveblog.

Berlin. Hertha BSC will heute Abend den ersten Schritt zum Klassenerhalt machen. Dafür braucht es im Heimspiel der Relegation gegen den Hamburger SV (20.30 Uhr, Sky und Sat.1) einen Sieg, um so die bestmögliche Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Montag in der Hansestadt zu haben. Die Berliner Morgenpost berichtet im Liveblog über die letzten Vorbereitungen vor dem Relegationsspiel.

Hertha gegen den HSV: Es ist angerichtet!

20.20 Uhr: Im Stadion ist alles angerichtet für einen spannenden Fußball-Abend. Die Ränge sind fast voll, die Fan-Lager sind auf Betriebstemperatur. In zehn Minuten rollt dann auch endlich der Ball! Den Liveticker zum Spiel finden Sie hier.

Zulauf von Hertha-Fans reißt nicht ab

20.13 Uhr: Noch immer strömen Hertha-Fans vom S-Bahnhof in Richtung Stadion. Weniger als 20 Minuten vor Anpfiff könnte es für einige Zuschauer knapp werden, rechtzeitig ins Stadion zu gelangen. Die Stimmung ist weiter entspannt.

Das ist die Aufstellung des HSV

19.53 Uhr: Die Aufstellung der Gäste aus Hamburg: Heuer Fernandes – Heyer, Vuskovic, Schonlau, Muheim – Meffert, Reis, Rohr – Jatta, Glatzel, Kittel

Berlin macht sich warm

19.50 Uhr: Die Mannschaft von Hertha BSC ist auf dem Platz und macht sich warm. Mittlerweile hat sich auch die Ostkurve gut gefüllt. Die Spannung steigt!

Kleine Karambolage bei der Anreise

19.45 Uhr: Ein HSV-Fan hat sichtlich Probleme, durch den Strom von Hertha-Fans zu gelangen. Dabei setzt er auch noch leicht auf dem Auto hinter ihm auf.

Das ist die Aufstellung der Berliner

19.33 Uhr: Die Aufstellungen sind da. Für Marcel Lotka hat’s bei Hertha BSC nicht gereicht. Der Keeper ist nach seinem Nasenbeinbruch und einer leichten Gehirnerschütterung nicht rechtzeitig fit geworden. Dafür darf der 19-jährige Luca Wollschläger von Beginn an ran. So tritt Hertha zum ersten Relegations-Duell mit dem Hamburger SV an:

Christensen - Pekarik, Boyata, Kempf, Plattenhardt – Mittelstädt, Tousart, Stark, Serdar – Belfodil, Wollschläger.

Die Mannschaften fahren vor

19.19 Uhr: Der Mannschaftsbus von Hertha BSC ist vorgefahren. Trainer Felix Magath steigt als einer der ersten aus, hat seine Sporttasche und eine Banane dabei. Seine Spieler wirken konzentriert und angespannt. Kurze Zeit später kommt auch der HSV-Tross an. Die Mannschaft aus der Hansestadt mit Trainer Tim Walter scheint deutlich gelöster zu sein.

Stimmliches Kräftemessen im Olympiastadion

19.18 Uhr: Im Stadion gibt's das erste (stimmliche) Kräftemessen. Die Hamburger-Fans stimmen "HSV"-Rufe an, die Ostkurve quittiert das mit Pfiffen. Während der Gästeblock schon gut gefüllt ist, trudeln die Hertha-Anhänger erst nach und nach ein. Noch 75 Minuten bis zum Anpfiff!

Festnahme nach Pöbeleien

19.15 Uhr: Am Rande des Spiels ist es zu einer Festnahme gekommen, nachdem ein Hertha-Fan den Fahrer eines Transporters mit HSV-Logo angepöbelt hat.

Viele Hertha-Fans kommen an

19 Uhr: Die Stimmung am S-Bahnhof-Eingang in Richtung des Blocks der Heimfans ist ausgelassen. Viele Hertha-Fans kommen derzeit an, trinken noch ein Bier und machen sich auf in Richtung Eingang. Viele sind doch zuversichtlich, dass ihre Mannschaft den Abstieg aus der Bundesliga noch verhindern kann.

Hamburg-Fans ziehen vor dem Einlass neutrale Kleidung über Trikots

18.32 Uhr: Außer im Gästeblock herrscht ein Trikot-Verbot für HSV-Fans. Deshalb ziehen viele vor dem Einlass neutrale Pullover über ihre Trikots, um sie später wieder auszuziehen. Abgewiesen wurde an den Einlasskontrollen deshalb bislang offensichtlich noch keiner.

Kontrolliert wird das Trikot-Verbot nach Angaben eines Sicherheitsmitarbeiters vor Ort erst kurz vor dem Einlass. Wie genau, ob sie das Trikot ausziehen oder verdecken müssen, konnte er nicht sagen. Allerdings dürften außerhalb des Gästeblocks eben keine Trikots gezeigt werden.

Im Stadion lassen sich die Vereinsfarben der beiden Klubs kaum auseinanderhalten. Ein HSV-Trikot dürfte zwischen den Hertha-Jerseys also kaum auffallen. Die Ordner im Stadion sind aber angehalten, außerhalb des Gästeblocks auf die Einhaltung der Regeln zu achten.

Hamburger Fans lautstark vor dem Olympiastadion

18.16 Uhr: Wenn die Fans das Relegationsspiel entscheiden würden, dann würde der Hamburger SV in die Bundesliga aufsteigen. Die Anhänger dröhnen lautstark mit Parolen wie „Hamburg ist viel schöner als Berlin“ über das gesamte Gelände vor dem Olympiastadion. Bei den Hertha-Fans - so der Eindruck vor Ort - ist die Stimmung etwas gedrückt, Euphorie kommt noch keine wirklich auf.

Im Olympiastadion herrscht derweil noch die Ruhe vor dem Sturm. Ein paar Frühaufsteher sitzen schon auf ihren Plätzen. Viele stärken sich aber erst mal mit Bier und Bratwurst rund ums Stadion.

Vor dem Stadion bittet de Polizei die HSV-Fans per Lautsprecher, ihr Bier auszutrinken und ins Stadion zu gehen. Denn es würden Sicherheitskontrollen stattfinden, und das würde dauern. Die Fans kommen der Bitte bislang noch nicht nach, viele rufen: Es sind noch zwei Stunden bis zum Spiel.

Kleine Provokationen vor dem Olympiastadion

18.05 Uhr: Ein paar mutige Hertha-Fans laufen provozierend durch den HSV-Block und werden von Polizisten begleitet. In ihren Parolen können sie es nicht lassen, die HSV-Anhänger zu beleidigen.

Junge HSV-Fans wollen ihre Trikots vor dem Eingang einpacken

17.55 Uhr: Fünf junge HSV-Fans erzählen, dass sie nur noch Karten außerhalb des Gästeblocks erhalten haben. Sie tragen Schals und blaue Trikots, vor dem Eingang wollen sie die Fanartikel einpacken. Was sie zum Verbot sagen: „Ist scheiße, dafür gewinnen wir - so ist der Plan“.

Rückspiel in Hamburg Hochrisikospiel

17.53 Uhr: Die Hamburger Polizei hat das Rückspiel in der Relegation am kommenden Montagabend zum Hochrisikospiel erklärt. Eine Hundertschaft aus Berlin werde zur Unterstützung nach Hamburg kommen, Beamte aus der Hansestadt seien auch bereits am heutigen Donnerstag in Berlin im Einsatz, teilte die Hamburger Polizei am Donnerstag auf Anfrage mit.

„Geplant ist am Montag weitere Unterstützung aus anderen Bundesländern“, sagte Polizeisprecher Holger Vehren. Die Beamten wollen eine strikte Trennung der Fanlager erreichen. Aus Berlin werde eine dreistellige Zahl an Fußball-Fans erwartet, „die uns Probleme bereiten könnten“, sagte Vehren dazu weiter. Die Hamburger Polizei ist mit ihren Berliner Kollegen im Austausch, um ihr Vorgehen nach dem Hinspiel für den kommenden Montag anzupassen.

Auf der Suche nach Tickets am Olympiastadion

17.37 Uhr: Vor dem Olympiastadion sitzt ein Mann und hält ein Schild: „Suche Karte“. Erkennbar sein will er auf dem Foto nicht. Allerdings sagt er, dass er heute nicht der einzige sei, der noch eine Karte abgreifen wolle.

Schienenersatzverkehr in Hertha-Farben

17.35 Uhr: Auch der Schienenersatzverkehr an Theodor-Heuss-Platz ist vorbereitet. Ein Busfahrer hat sich extra in Hertha-Farben gekleidet. Noch ist alles ruhig, nur vereinzelte Fans sind schon auf dem Weg.

Alles ruhig am Hauptbahnhof

17.15 Uhr: Die Lage am Hauptbahnhof ist mehr als drei Stunden vor dem Spiel ruhig. Es tauchen zwar immer mal wieder vereinzelte Gruppen von HSV-Fans auf, die grölend durch den Bahnhof laufen, aber sonst sind sie friedlich. Auch die Bundespolizei lässt die Fans passieren und behält das Geschehen lediglich im Blick. Die Gruppen machen sich dann meist auch relativ schnell auf in Richtung Olympiastadion. Einige der Fans aus Hamburg rechnen heute fest mit einem Sieg in Berlin und damit mit einer guten Voraussetzung für das Rückspiel. Offensichtliche Hertha-Anhänger sind bislang noch kaum zu sehen, weder am Hauptbahnhof noch in den Zügen der S-Bahn.

Giffey tippt auf ein 1:0 für Hertha

17.13 Uhr: Die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey tippt für heute Abend ein 1:0 für Hertha. Dieser knappe Vorsprung sollte auch für das Rückspiel reichen, ist sie überzeugt: „Ich drücke ganz fest die Daumen“, sagte Giffey. Sie selbst kann aber wegen der Vorbesprechung für den Bundesrat am Freitag nicht im Stadion dabei sein.

Bundespolizei am Hauptbahnhof präsent

16.30 Uhr: Die Bundespolizei ist auch am Berliner Hauptbahnhof präsent. Am S-Bahnsteig behalten die Beamten die Lage im Überblick. Bislang sind lediglich vereinzelte kleine Gruppen von HSV-Fans zu sehen, manche mit Trikots, andere haben etwa nur einen Schal über den Schultern.

Polizei postiert sich am Bahnhof Zoo

16.02 Uhr: Am Bahnhof Zoologischer Garten sind mehrere Einsatzwagen der Polizei vorgefahren. Hier werden in den kommenden Stunden Züge aus Hamburg erwartet, unter anderem ein ICE. Zudem fährt auch die S-Bahn-Linie zum Olympiastadion über den Bahnhof. Polizisten laufen auch Streife auf dem Bahnhofsgelände und postieren sich an den Eingängen. Doch bislang ist die Situation am Bahnhof Zoologischer Garten entspannt. Lediglich ein offenkundiger HSV-Fan war zu sehen.

Das ist die personelle Lage bei den Berlinern

15.54 Uhr: Personell könnte die Lage vor dem ersten Relegationsspiel bei Hertha BSC ein bisschen besser aussehen. Davie Selke und Marton Dardai fehlen verletzt. Ob Marcel Lotka zwischen den Pfosten stehen wird, bleibt abzuwarten. Der Keeper hatte sich am vergangenen Wochenende in Dortmund einen Nasenbeinbruch und eine leichte Gehirnerschütterung zugezogen, als er bei einer Rettungstat gegen den Pfosten knallte. Für den 20-Jährigen könnte Oliver Christensen sein Profi-Debüt im Hertha-Trikot feiern. Weil Santiago Ascacibar gegen den BVB die fünfte Gelbe Karte kassierte, muss zudem das defensive Mittelfeld umgebaut werden. Vladimir Darida dürfte für den Argentinier in die Startelf rücken. Nach seinem Muskelfaserriss, der eine wochenlange Zwangspause nach sich zog, ist auch Stevan Jovetic wieder eine Option für die Startelf. Wen Felix Magath letztendlich aufbietet, wird eine Stunde vor Anpfiff öffentlich gemacht.

Giffey: "Berlin fiebert mit bei diesem spannenden Match im vollen Stadion"

15.50 Uhr: Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) teilt vor dem Relegationsspiel mit: "Die Fußball-Metropole Berlin und die vielen Brandenburger Fans drücken den Herthanern ganz fest die Daumen. Wir setzen darauf, dass das Team um Felix Magath gegen den HSV die optimal Grundlage für den Klassenerhalt legt. Berlin fiebert mit bei diesem spannenden Match im vollen Stadion. Hertha BSC ist erste Klasse und soll auch erste Klasse bleiben!"

Ex-Kapitän Friedrich: „Alle müssen an einem Strang ziehen“

15.15 Uhr: Herthas ehemaliger Kapitän und Sportdirektor Arne Friedrich hat zu breiter Unterstützung des Clubs in der Bundesliga-Relegation gegen den Zweitligisten Hamburger SV aufgerufen. „Ich wünsche Hertha von Herzen zwei erfolgreiche Spiele in der Relegation. In der ganzen Stadt müssen alle Berliner heute Hertha ganz fest die Daumen drücken“, sagte der 42-Jährige der „Bild“-Zeitung vor dem Hinspiel. „Die Unterstützung im Olympiastadion wird sicher gigantisch und auch unglaublich wichtig. Alle müssen jetzt zusammenhalten.“

Hertha gehöre in die Bundesliga, sagte Friedrich. „Ich bin überzeugt davon, dass Hertha die Klasse hält, wenn alle an einem Strang ziehen. Solche Spiele können ein Team so richtig zusammenschweißen und damit gleichzeitig eine gute Grundlage für die nächste Saison sein“, sagte er. Der 42-Jährige spielte von 2002 bis 2010 für die Berliner. Zuletzt war Friedrich bis März Sportdirektor beim Hauptstadtclub. Er hatte sein Engagement bei der Hertha nach Gesprächen mit Geschäftsführer Fredi Bobic vorzeitig beendet.

Berliner Polizei und Bundespolizei mit 850 Kräften im Einsatz

15.10 Uhr: Die Landespolizei Berlin wird mit etwa 500 Kräften im Einsatz sein. Geleitet wird der Einsatz von der Direktion 2. Es sind zum derzeitigen Zeitpunkt keine großen Fantreffen und gemeinsame Märsche zum Olympiastadion geplant. Die Bundespolizei hat alle Bahnhöfe rund um das Olympiastadion unter Beobachtung und ist mit 350 Beamtinnen und Beamten im Einsatz.

Berliner S-Bahn erhöht Kapazitäten

15.05 Uhr: Die Berliner S-Bahn verlängert am Abend die S5 über das Westkreuz hinaus bis zum Olympiastadion. Die Hin- und Rückfahrt zum Relegationsspiel erfolge über eine dichte Zugfolge mit den Linien S3, S5 und S9.

Bundespolizei sieht "gewisse Brisanz"

14.40 Uhr: In Sicherheitskreisen wird das Verhältnis zwischen den Fanlagern von Hertha und dem HSV als rivalisierend bis feindschaftlich bewertet. Die Begegnung birgt aufgrund seiner Wichtigkeit eine gewisse Brisanz, heißt es bei der Bundespolizei, die zuständig für die Anreise der Fans mit der Bahn ist. Die Bundespolizei erwartet, dass HSV-Anhänger lediglich im unteren dreistelligen Bereich mit der Bahn nach Berlin reisen. Grund dafür ist auch die späte Spielansetzung. Eine Rückreise nach Hamburg nach dem Relegationsspiel könnte aufgrund der Fahrzeiten knapp bis unmöglich werden. Nach Angaben eines Sprechers der Berliner Bundespolizei ist man im ständigen Kontakt mit der Bundespolizei in Hamburg. "Die große Masse der Fans wird individuell anreisen. Mit Autos, Kleinbussen und Bussen", sagte der Sprecher. "Wenn sich größere Kolonnen in Hamburg in Bewegung setzen, dann werden uns das die Kollegen mitteilen und wir werden wissen, wann und wo sie in Berlin eintreffen werden." Genaue Einsatzzahlen wird die Bundespolizei am späten Nachmittag bekanntgeben.

Hertha widerspricht Falschmeldungen über fehlende Parkplätze

13 Uhr: Hertha widerspricht bei Twitter Gerüchten, es gäbe am Abend auf dem Olympischen Platz keine Parkplätze. "Das ist eine Falschmeldung. Den Olympischen Platz könnt ihr wie üblich als Parkfläche nutzen", schreibt der Verein.

Hertha verbietet HSV-Trikots außerhalb des Gästeblocks

12.30 Uhr: Die Fans des Hamburger SV dürfen im Olympiastadion außerhalb des Gästebereichs keine HSV-Fankleidung tragen. Das Sicherheitspersonal soll HSV-Fans in Trikots ihres Vereins oder anderer Fan-Kleidung den Zutritt zum Stadion und zu ihren Plätzen untersagen, hieß es von Hertha. Alle Details zu den Bestimmungen im Olympiastadion beim Relegationsspiel lesen Sie hier.

So tippen Berliner Politiker das Relegationsspiel

12 Uhr: Berlins Sportsenatorin Iris Spranger (SPD): "Hertha gewinnt heute 2:0 und wird auch nach dem Rückspiel in der Bundesliga bleiben. Finanzsenator Daniel Wesener (Grüne), gebürtiger Hamburger und erklärter Nicht-Fußballfan, wollte nicht widersprechen. Als Kollegialorgan spreche man im Senat mit einer Stimme, sagte er. Abgeordnetenhaus-Präsident Dennis Buchner wollte sich nicht auf ein Ergebnis festlegen. Er sei aber sicher, dass Hertha die Klasse halte, sagte er: „Aber es wird eine knappe Nummer“, so der frühere Sportexperte der SPD-Fraktion.

SPD-Fraktionschef Raed Saleh sieht das auch so. Er tippt im Heimspiel auf 2:0 für Hertha, in Hamburg werde Berlin trotz einer 1:2 Niederlage dank des einen Tors bestehen. CDU-Landes- und Fraktionschef Kai Wegner war mit einem Hertha-Sticker am Revers unterwegs. 3:1 heute und 1:1 im Rückspiel lautet sein Tipp.

Bei der Anreise zum Olympiastadion drohen Probleme

11.45 Uhr: Fußballfans, die mit der U2 zum Olympiastadion fahren, müssen beachten, dass die U2 nicht bis zur Haltestelle Ruhleben durchfährt. Wegen Bauarbeiten fährt die U-Bahn nur bis zum Theodor-Heuss-Platz. Es gibt aber die Möglichkeit, von dort mit Ersatzbussen weiter zum Stadion zu fahren oder die Strecke von etwa zehn Minuten zu Fuß zu gehen. Bei den letzten Fußballspielen von Hertha hatten die Berliner Verkehrsbetriebe die Bauarbeiten pausiert, sodass die U-Bahn für den Zeitraum bis Ruhleben durchfahren konnte. Das ist bei dem heutigen Relegationsspiel nach Angaben von BVG-Pressesprecher Markus Falkner jedoch nicht möglich, weil die Bauarbeiten bis zum Pokal-Finale am Wochenende beendet sein sollen. "Dafür müssen wir jetzt konzentriert und ohne Unterbrechung durcharbeiten", so Falkner.

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Hertha BSC gegen den HSV: So läuft die Anreise

Anders als bei den vergangenen Heimspielen setzt die BVG dieses Mal keinen Sonderverkehr der Linie U2 bis Neu-Westend ein. Wegen Bauarbeiten endet die U-Bahn am Theodor-Heuss-Platz, von da aus geht es mit dem Ersatzverkehr zum Olympiastadion.

Die S-Bahnlinien 3 und 9 fahren wie gewohnt den S-Bahnhof Olympiastadion an. Das Stadion öffnet um 18 Uhr. Fans, die nach 19.30 Uhr erscheinen, kann der Verein nicht garantieren, dass sie pünktlich zum Anpfiff auf ihren Plätzen sitzen.

Berliner Olympiastadion: Das müssen Fans wissen

Hertha BSC weist darauf hin, dass Fans HSV-Trikots nur innerhalb des Gästeblocks (Blöcke G/H, I und 15-17) tragen dürfen. Außerhalb dieses Bereiches verweigert das Ordnungspersonal Personen mit Fankleidung den Zutritt ins Olympiastadion bzw. zu den Plätzen. Auch auf den Eintrittskarten steht ein entsprechender Hinweis.

Tickets: Hertha rechnet mit ausverkauften Olympiastadion

Hertha rechnet am Donnerstagabend mit einem ausverkauften Olympiastadion, eine Tageskasse wird es nicht geben. Über 75.000 Zuschauer werden erwartet, durch die Zusatztribüne für das DFB-Pokalfinale am Sonnabend passen noch einmal 1500 Fans mehr ins Stadion.

TV: So können Sie das Relegationsspiel live im Fernsehen schauen

Sat.1 übertragt das Relegationsspiel live im Free-TV. Die Vorberichterstattung ab 19.30 Uhr moderiert Matthias Opdenhövel, Kommentator ist dann Wolff-Christoph Fuss, der zwar sonst für Sky unterwegs ist, aber eben auch für Sat.1 arbeitet. Die Partie lässt sich auch via Sat.1-Livestream verfolgen. Auf dem Pay-TV-Sender Sky ist das Duell ebenfalls zu sehen, kommentiert von Kai Dittmann.

Modus: So funktioniert die Relegation

Hertha und der HSV kämpfen in zwei Spielen um den Klassenerhalt bzw. den Aufstieg. Das Hinspiel findet in Berlin statt, das Rückspiel am Montag in Hamburg (beide 20.30 Uhr). Die Auswärtstorregel gilt wie in den Europapokalwettbewerben seit dieser Saison nicht mehr. Steht es nach beiden Spielen unentschieden, fällt die Entscheidung in Verlängerung und eventuell Elfmeterschießen.

Geschichte: So hoch sind die Chancen des Zweitligisten

In den vergangenen zehn Jahren konnte sich nur zweimal der Zweitligist durchsetzen. Düsseldorf (2012 gegen Hertha) und der 1. FC Union (2019 gegen Stuttgart) stiegen nach ihren beiden Relegationsduellen ins Oberhaus des deutschen Fußballs auf. Sonst dominierte immer der Bundesligist.

Bilanz: 33 Mal gewann Hertha gegen den HSV

Seit 1963 standen sich die beiden Klubs insgesamt 76 Mal gegenüber. 33 Mal ging Hertha als Sieger vom Platz, 13 Mal gab es ein Unentschieden, 30 Mal verloren die Berliner gegen den HSV. Den höchsten Sieg feierte der Hauptstadtklub am 10. März 2002 in der Bundesliga, damals gab’s im Olympiastadion ein 6:0. Die höchste Niederlage kassierte Hertha zu Hause am 5. April 1980 – ein 0:6.

( BM )