So schnell kann’s gehen: Bei Hertha BSC hat Sportdirektor Arne Friedrich seinen Abschied angekündigt, beim Stadtrivalen 1. FC Union ist Stürmer Max Kruse einer hochlukrativen Offerte aus Wolfsburg gefolgt. Zwei unterschiedliche Fälle zweier ganz unterschiedlicher Figuren, doch beide Personalien haben die Fan-Seele in Wallung gebracht. Letztendlich treffen sie denselben, sensiblen Nerv, Stichwort „Identifikation“.

Schon rund um die jüngsten Derbys wurde sichtbar, wie wichtig vielen Fans dieser Aspekt ist. Vor dem Hinspiel in der Bundesliga habe ich mich mit vier langjährigen Hertha-Anhängern zu einem großen Morgenpost-Gespräch getroffen. Unterschiedliche Geschlechter, unterschiedliche Altersstufen, unterschiedliche (Fan-)Sozialisation, doch in einem Punkt herrschte große Einigkeit. Dass so viele Menschen mit „blau-weißem Blut“ bei Hertha wirken, mache den Klub besonders.