Bundesliga

Hertha vor Trennung von Trainer Nouri – kommt Labbadia?

Eigentlich hatte Hertha BSC einen Trainerwechsel im Sommer geplant. Nun scheinen sich die Dinge allerdings zu beschleunigen.

Bruno Labbadia führte zuletzt den VfL Wolfsburg in die Europa League.

Bruno Labbadia führte zuletzt den VfL Wolfsburg in die Europa League.

Foto: Swen Pförtner / dpa

Berlin. Bei Hertha BSC bahnt sich der geplante Trainerwechsel offenbar früher an als gedacht. Coach Alexander Nouri (40), der zum Trainingsauftakt am Montag in seiner Heimat Weyhe (Niedersachsen) blieb, soll nicht mehr zum Berliner Fußball-Bundesligisten zurückkehren. Stattdessen verdichten sich die Zeichen, dass Bruno Labbadia beim Tabellen-13. übernimmt (54). Nach Morgenpost-Informationen war dieses Arrangement Gegenstand der jüngsten Präsidiumssitzung. Zunächst hatte die „Bild“ über die Personalie berichtet. Dass Nouri nach Saisonende gehen muss, stand bereits fest.

Der vormalige Co-Trainer hatte die sportliche Verantwortung nach dem plötzlichen Abgang von Jürgen Klinsmann im Februar übernommen. Seine Bilanz: vier Spiele, fünf Punkte – dabei zeigte der Hauptstadtklub jedoch mitunter desolate Leistungen. Für Michael Preetz dem Anschein nach zu wenig. Der Manager will wohl lieber auf den erfahrenen Abstiegskämpfer Labbadia setzen, der Hertha auch in der kommenden Spielzeit betreuen soll.

Ursprünglich hatte Preetz den früheren Hertha-Profi und Bayern-Coach Niko Kovac als neuen Chefcoach favorisiert, der aber andere Pläne verfolgt. Dennoch überrascht der Zeitpunkt des sich abzeichnenden Personalwechsels. Aufgrund der Corona-Krise pausiert die Bundesliga bis mindestens 30. April. Ob die Spielzeit danach fortgesetzt wird, ist fraglich. Herthas Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt sechs Punkte.

Labbadia hatte zuletzt beim VfL Wolfsburg erfolgreich gearbeitet und das Team bis in die Europa League geführt. Sein Vertrag bei den Niedersachsen wurde im vergangenen Sommer nicht verlängert.