BUNDESLIGA

Spekulationen um Hertha-Börsengang

Investor Windhorst wolle „groß Kasse“ machen, indem er Hertha mittelfristig an die Börse bringt, heißt es. Bei Hertha ist man erstaunt

Lars Windhorst investiert in Kunst, hier bei einer Eröffnung einer Foto-Ausstellung - und in Hertha BSC

Lars Windhorst investiert in Kunst, hier bei einer Eröffnung einer Foto-Ausstellung - und in Hertha BSC

Foto: BREUEL-BILD/ Reetz / pA

Berlin . Für Verwirrung sorgte eine Meldung vom „Manager-Magazin“, dass Investor Lars Windhorst plane, Hertha BSC mittelfristig an die Börse zu bringen. Ende Juni hat Windhorst über seine Tennor-Holding 37,5 Prozent der Anteile der Hertha-Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) erworben. Dafür erhielt der Fußball-Bundesligist 125 Millionen Euro. Für eine zweite Tranche werde Windhorst weitere 100 Millionen Euro zahlen – und dann 49,9 Prozent der Hertha-Anteile halten.

Damit würde Windhorst aber eigentlich deutlich zu viel für den Hauptstadt-Klub bezahlt, behauptet das Wirtschaftsmagazin. Das Geld ließe sich nur wieder hereinholen, so argumentiert das „Manager-Magazin“, würde der Wert der Marke Hertha BSC rasant steigen. Dafür müsste Hertha in den nächsten drei bis fünf Jahren regelmäßig international spielen, am besten in der Champions League. „Groß Kasse“ könne der Investor nur machen, wenn er Hertha an die Börse bringt, heißt es. Verhandlungen mit vier Investoren

Vier Interessenten boten für Hertha

Nach Morgenpost-Informationen trifft es zu, dass es drei weitere Interessenten gab, mit denen Hertha verhandelt hat, nachdem der Klub im vergangenen Herbst den bisherigen Anteilseigner, den Finanzinvestor KKR (New York), ausgezahlt hatte. Am Ende erhielt Windhorst mit seiner Tennor-Holding den Zuschlag.

Der Deal zwischen Hertha und Windhorst ist zeitlich unbefristet abgeschlossen. Grundsätzlich sind bei Einstieg eines Investors auch die Bedingungen für einen Ausstieg ein Thema. Ein Börsengang, so ist von Hertha zu hören, sei eine „theoretisch mögliche Exit-Option“ für den Investor. Sie wird bei Hertha derzeit aber als wenig wahrscheinlich eingeschätzt.