Tedi-Cup in Herne

Duda schießt Hertha zum ersten Titel der Saison

Beim Tedi-Cup in Herne gelingt dem Slowaken endlich ein Erfolgserlebnis. Auch Davie Selke und Zugang Javairo Dilrosun treffen.

Ondrej Duda (Mitte) wird für sein Siegtor beim Tedi-Cup gefeiert

Ondrej Duda (Mitte) wird für sein Siegtor beim Tedi-Cup gefeiert

Foto: TEAM2 / imago/Team 2

Herne.  Erfolgserlebnisse tun bekanntlich immer gut, selbst wenn es nur ganz kleine sind. Hertha-Coach Pal Dardai war nach dem Turnier-Sieg beim sogenannten Tedi-Cup in Herne jedenfalls zufrieden – nicht zuletzt mit seinen drei Zugängen. Verteidiger Lukas Klünter (22)? „Spielt so, als wäre er schon lange bei uns“, schwärmte der Ungar am Sonntag. Angreifer Pascal Köpke (22)? „Hat sehr viele Wege gemacht, er macht überhaupt einen sehr guten Eindruck.“ Und Flügelspieler Javairo Dilrosun (20)? „Hatte sehr gute Szenen im Eins-gegen-eins“, so Dardai, „nur in der Kabine ist er noch etwas schüchtern.“

Nun, auf dem Platz war von der Zurückhaltung des Niederländers nichts zu spüren. Gegen Oberligist Westfalia Herne stand Dilrosun in der Startformation, spielte gemeinsam mit den Offensivkräften Valentino Lazaro, Salomon Kalou und Davie Selke die angesetzten 60 Minuten durch. Selke gelang nach Flanke von Maximilian Mittelstädt die Führung (50. Minute), allerdings mit gnädiger Unterstützung von Hernes patzendem Torhüter. Dilrosun legte nur drei Minuten später nach, setzte sich auf der rechten Außenbahn gegen zwei Gegenspieler durch und traf zum Endstand. Sein erstes Tor im Dress der Berliner.

Köpke und Jastrzembski überzeugen

Im Finale gegen den Zweitligisten MSV Duisburg tauschte Dardai seine gesamte Elf, ließ neben den Routiniers Vedad Ibisevic und Fabian Lustenberger auch die Eigengewächse Sidney Friede, Julius Kade, Sohn Palko und Dennis Jastrzembski spielen. Letztgenannter überzeugte auf dem linken Flügel mit ungeheurem Tempo, genauso wie der sehr engagierte Zugang Köpke als hängende Spitze. Zum Matchwinner avancierte jedoch ein anderer: Spielmacher Ondrej Duda (23), der in seinem dritten Jahr in Berlin den Durchbruch schaffen muss, traf kurz vor dem Pausenpfiff mit einem 20-Meter-Schuss zum entscheidenden 1:0 – Innenpfosten, Tor.

In Durchgang zwei ließ Hertha nichts mehr anbrennen, brachte die Partie souverän zu Ende. „Wir haben viel trainiert, das hat man uns vielleicht ein Stück weit angemerkt“, sagte Lustenberger, „aber die Neuen haben sich schon gut integriert.“ Dardai sah’s ähnlich. „Jeder hat 60 Minuten gespielt und keiner hat sich verletzt“, sagte er. Nicht der einzige Grund, weshalb ihm ein kleiner Stein vom Herzen fiel: „Tedi ist unser Hauptsponsor“, betonte Dardai, „wir mussten also gewinnen.“