Nach Kritik

Dardai und Preetz verteidigen Ersatz-Keeper Klinsmann

Torwart-Trainer Petry kritisierte Jonathan Klinsmann hart. Nun bekommt der junge Herthaner Rückendeckung.

Jonathan Klinsmann hat den Ball im Visier

Jonathan Klinsmann hat den Ball im Visier

Foto: pa

Berlin. Bei Hertha herrscht Aufregung um den dritten Torwart Jonathan Klinsmann. Torwarttrainer Zsolt Petry kritisierte den Keeper ungewöhnlich deutlich. Er warf ihm unter anderem eine „zu lockere“ Einstellung vor. Darauf reagierten nun Trainer Pal Dardai als auch Manager Michael Preetz. Sie sprangen für Klinsman in die Bresche. Dardai: "Die Berichterstattung war einen Tick zu negativ. So krass ist das nicht, wie es geschrieben wurde. Er ist ein guter Junge, der sich durchboxen muss."

Manager Preetz will mit Petry reden

Preetz zeigte einerseits Unverständnis für die Petry-Aussagen: „Zuerst werde ich mit unserem Torwarttrainer über die Unterschiede zwischen interner und externer Kommunikation reden“, sagte er. Andererseits ließ der Manager offen, ob Klinsmann trotz eines Vertrags bis Ende Juni 2019 auch in der nächsten Saison bei Hertha spielt.

Klinsmann braucht noch Zeit

„Wir wussten immer, dass wir mit Jonathan Klinsmann Zeit und Geduld brauchen. Wir sind in einer Situation, in der der wir uns in den nächsten Wochen und Monaten eine Menge Gedanken über die neue Saison machen“, sagte Preetz. Die Konstellation im Tor sei eine besondere. „Mit Rune Jarstein und Thomas Kraft haben wir zwei Torhüter, die völlig zu Recht den Status der Nummer eins und zwei haben“, sagte Preetz. „Dahinter haben wir eine Batterie an jungen Burschen.“ Dazu zähle nicht nur Klinsmann, sondern auch der 19 Jahre alte Dennis Smarsch. Dazu kämen mit Marius Gersbeck und Nils Körber im Sommer zwei Schlussmänner zurück, die laut Preetz eine „fantastische Entwicklung“ gemacht hätten. Beide sind zurzeit an die Drittligisten VfL Osnabrück und Preußen Münster ausgeliehen.

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