In einer gemeinsamen Erklärung haben Berlins Sportsenator Andreas Geisel (SPD) und Werner Gegenbauer, Präsident von Hertha BSC, den 30. April als den Termin genannt, zu dem alle wichtigen Informationen zum Thema Stadionbau vorliegen sollen. Demnach einigten sich der Fußball-Bundesligist und der Sportsenator darauf, bis dahin „Umsetzung, Kosten sowie die wirtschaftlichen und sportlichen Auswirkungen“ zu untersuchen – und zwar für zwei Varianten: auf den Umbau des Olympiastadions sowie auf den „Neubau eines Stadions auf dem Olympiagelände“.
Damit entfällt nach einem Treffen am Dienstag, an dem noch Staatssekretär Christian Gaebler sowie Herthas Finanzexperte Ingo Schiller teilnahmen, eine Option, die Geisel noch vor Wochen favorisierte: Dass mit dem Olympiastadion und Hertha BSC als Anker-Mieter alles bleibt, wie es ist.
Hertha will nach Ende des aktuellen Mietvertrages ab 2025 in einer eigenen Fußball-Arena (mit 50.000 Plätzen) spielen. Das Land Berlin als Eigentümer des Olympiastadions (74.500 Plätze) sucht nach einer Lösung, in der dieses weiter genutzt wird. Nachdem der Tonfall über Monate eher konfrontativ klang, wird nun betont: „Beide Seiten haben das Ziel, eine gute und darstellbare Lösung sowohl für das Land Berlin also auch für Hertha BSC zu finden.“ Bis April wurde Vertraulichkeit verabredet.


