Hertha BSC Berlin

Senat will Herthas Miete für das Olympiastadion verdoppeln

Der Vertrag soll nach den Vorstellungen des Senats 15 Jahre Laufzeit haben. Auf Hertha kämen Kosten von insgesamt 135 Mio. Euro zu.

Berliner Olympiastadion

Berliner Olympiastadion

Foto: Kay Nietfeld / dpa

Bei Hertha BSC herrscht Bestürzung. Bekanntlich läuft der Mietvertrag im Olympiastadion im Juni 2017 aus. Bei einer Runde an diesem Mittwoch, in der die Geschäftsführung der Stadion-Betreibergesellschaft anwesend war, ein Vertreter des Senates sowie ein Vertreter von Hertha BSC, legte die Inhaber-Seite Zahlen auf den Tisch.

Demnach lautet die Forderung, dass die bisherige Miete von Hertha BSC von 3 bis 4 Millionen Euro ab 2017 auf 7,5 Millionen Euro steigen soll - eine Verdopplung. Außerdem soll Hertha die Catering-Rechte der Betreibergesellschaft abtreten. Die hat der Fußball-Bundesligist gerade zurückgekauft, sie haben pro Jahr einen Wert von etwa 1,5 Millionen Euro. Die Laufzeit des neuen Mietvertrages soll nach Vorstellungen des Stadion-Inhabers 15 Jahre betragen.

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In der Addition bedeuten diese Forderungen: 15 Jahre mal 7,5 Millionen Stadionmiete ergeben 112,5 Millionen. Die Cateringrechte von 1,5 Millionen mal 15 Jahren ergeben 22,5 Millionen Euro. In der Addition würde es bedeuten, dass Hertha BSC das Spielrecht von 2017 bis 2032 im Olympiastadion 135 Millionen kosten würde. Mindestens, weil die Inhaber-Seite darauf hingewiesen hat, dass es „jährliche Angleichungen“ geben solle.

Diese Informationen wurden der Morgenpost unabhängig voneinander von zwei Seiten bestätigt. Hertha-Manager Michael Preetz sagte der Berliner Morgenpost: "Die Forderungen haben uns schockiert. Wenn die Vorstellung auf Seiten der Stadionbetreiber ist, dass Hertha BSC in den kommenden 15 Jahren eine signifikante dreistellige Millionen-Summe bezahlt, werden wir die Pläne einer eigenen Hertha-Arena definitiv intensivieren müssen."

Die XXL-Forderungen des Senates dürften damit zu tun haben, dass Präsident Werner Gegenbauer und Manager Michael Preetz zuletzt offensiv für eine eigene Hertha-Arena geworben hatten. Da ein solches Projekt jedoch einige Jahre benötigt, ist es klar, dass Hertha und der Senat in Sachen Olympiastadion zumindest für fünf, sechs oder sieben Jahre gemeinsame Interessen haben.

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