Zweite Liga

Herthas Risiko-Spieler behalten gegen Bochum die Nerven

Niemeyer, Ronny und Pekarik - die nächste Gelbe Karte bringt jedem aus diesem Trio eine Sperre ein. Doch sie überstanden die Bochum-Partie, sind so für das Topspiel gegen Braunschweig spielberechtigt.

Foto: Hannibal Hanschke / dpa

Trainer Jos Luhukay war erleichtert. Weil Hertha BSC mit einem Sieg, der souveräner war, als es das Resultat von 2:0 (1:0) ausdrückt, die Tabellenspitze der Zweiten Liga von Eintracht Braunschweig zurückerobert hat. Zudem bleibt der Hauptstadtklub nach nun 27 gespielten Runden als einziger der 36 deutschen Profiklubs daheim ungeschlagen.

Vor allem aber überstanden drei Schlüsselspieler der Berliner die Partie gegen Bochum ohne Gelbe Karte.

Ronny und Peter Pekarik haben sich vier Verwarnungen eingehandelt, Kapitän Peter Niemeyer gar neun. Die nächste Karte bedeutet für jeden dieser Profis automatisch ein Spiel Sperre. „Ich bin sehr froh, dass alle Drei gegen Bochum sehr fokussiert waren, sie waren in jedem Augenblick präsent, standen dicht an ihren Gegenspielern. Dann passieren auch keine dummen Fouls“, sagte Trainer Luhukay.

Im Gegenteil: Ronny brachte Hertha mit einem seiner fulminanten Freistöße bereits nach vier Minuten in Führung. Nach dem Treffer von Nico Schulz 24 Sekunden nach Wiederanpfiff zum 2:0 war die Partie früh entschieden.

Ronny mit stehenden Ovationen von den Fans verabschiedet

Der Trainer gönnte Ronny, dem wieder einmal auffälligsten Akteur im Berliner Olympiastadion, drei Minuten vor dem Ende „eine Publikumsauswechslung“. Der Brasilianer wurde mit stehenden Ovationen von den Fans verabschiedet.

Bekanntlich verhandelt Hertha derzeit mit Ronny um einen neuen Vertrag, der aktuelle läuft zum 30. Juni aus. Das Signal des Trainers an seinen Star: Ronny, vielleicht bieten andere Vereine mehr Geld. Aber in Berlin liebt dich das Publikum.

Luhukay lobte auch seinen Kapitän: „Peter hat sehr gut gespielt. Er ist ein wichtiger Spieler in der Mannschaft, der immer Verantwortung übernimmt.“

Ein Fan von Pekarik, dem rechten Außenverteidiger und 44-maligen Nationalspieler aus der Slowakei , ist der Trainer ohnehin ein Fan: „Peter ist sowie die fleißigste Biene bei uns.“

Die Erleichterung des Coaches bezieht sich vor allem darauf: Jene drei Spieler sind diejenigen, die Hertha bei aller Ausgeglichenheit im Kader am schwersten ersetzen kann. Da Niemeyer, Pekarik und Ronny sich keine weitere Verwarnung einhandelten, stehen sie bereit für das absolute Zweitliga-Topspiel dieser Saison: Hertha BSC empfängt am Montag, den 8. April, Eintracht Braunschweig, den Zweiten, im Olympiastadion.