Lasogga und Co.

Was sich Herthas Rückkehrer vorgenommen haben

Am Mittwoch testet Hertha gegen Wolfsburg. Mit dabei: Lasogga, Kobiaschwilli und Janker. Die Morgenpost analysiert die Form der Rückkehrer.

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Die Vorbereitung auf das erste Pflichtspiel für Hertha BSC in 2013 gegen Jahn Regensburg am 3. Februar ist in vollem Gange. Drei von insgesamt sieben verletzten oder gesperrten Spielern sind bereits wieder in das Mannschaftstraining eingestiegen: Pierre-Michel Lasogga, Lewan Kobiaschwilli und Christoph Janker. Am Mittwoch testet Cheftrainer Jos Luhukay gegen die U23 des VfL Wolfsburg (14 Uhr, Amateurstadion, Eintritt frei) und hat angekündigt, das Trio zum Einsatz kommen zu lassen. Die Berliner Morgenpost erklärt, wie weit die drei Profis sind und wie ihre Chancen für die Rückrunde stehen:

Pierre-Michel Lasogga: Nach seinem Kreuzbandriss im Mai und sieben Monaten Verletzungspause begann der U21-Nationalspieler Ende November noch vorsichtig mit dem Mannschaftstraining. Nun greift Lasogga wieder voll an. Dass er sich für sein Comeback eine Menge vorgenommen hat, zeigte der selbstbewusste Angreifer nicht nur mit reichlich Präsenz in den ersten Trainingseinheiten. Auch verbal setzte er bereits erste Ausrufezeichen. Dem „Kicker“ sagte Lasogga: „Ich bin noch viel stärker geworden“ und ließ keinen Zweifel daran, dass er am liebsten schon beim Auftakt in Regensburg wieder in der Startelf stehen würde. Im Hertha-Sturm will er wieder „die Nummer eins werden“.

Lasogga ist von allen Rückkehrern nicht nur derjenige mit den größten Ansprüchen. Der 21-Jährige, der seine Wichtigkeit für Hertha bereits mit 21 Treffern in 57 Spielen unter Beweis gestellt hat, scheint im Kampf um die Plätze auch am weitesten zu sein. Er wirkt athletischer als zuvor, und es ist ihm zuzutrauen, die Hierarchie im Angriff, in dem bisher Adrian Ramos gesetzt war (gefolgt von Sandro Wagner und Sami Allagui), durcheinander zu bringen. Sein Trainer freilich versucht die Erwartungen noch zu dämpfen: „Er ist positiv dabei, hat aber noch einen langen Weg“, sagte Luhukay. Wird Ramos bei einem entsprechenden Angebot bis Transferschluss am Monatsende doch noch abgegeben, würde Lasogga profitieren.

Lewan Kobiaschwilli: Anders als sein Kollege Lasogga ist der Georgier kein Freund von großen Sprüchen. Quälende sieben Monate lang musste Kobiaschwilli zuschauen, nachdem er vom Deutschen Fußballbund (DFB) wegen einer Tätlichkeit gegen Schiedsrichter Wolfgang Stark nach dem verlorenen Relegationsspiel gegen Fortuna Düsseldorf zu einer der längsten Sperren der Bundesligageschichte verurteilt wurde (Kobiaschwilli beteuert weiter seine Unschuld). Dem Defensiv-Allrounder fehlt dadurch zwar die Spielpraxis, Trainingsrückstand hat er jedoch nicht. Dennoch ist er erst einmal froh, überhaupt wieder spielen zu dürfen und „die schwerste Zeit meines Lebens“ hinter sich gebracht zu haben. Vor seiner Sperre agierte Kobiaschwilli zumeist links in der Viererkette oder im defensiven Mittelfeld. Auf beiden Positionen ist die Konkurrenz (Fabian Holland und Felix Bastians in der Abwehr, Peer Kluge und Peter Niemeyer auf der Doppelsechs) an ihm vorbeigezogen. Eine zeitnahe Rückkehr in die erste Elf ist nicht zu erwarten. Mit seiner Erfahrung und Vielseitigkeit könnte er aber noch wichtig werden für die Berliner.

Christoph Janker: Auch der 27-Jährige hat eine lange Leidenszeit hinter sich. Nach einer Leistenoperation nach der Relegation fiel Janker mit immer wiederkehrenden Problemen aus. Nun ist der Defensivspieler zurück im Mannschaftstraining und sagt: „Es ist ein schönes Gefühl, endlich wieder Muskelkater zu haben und keine Schmerzen.“ Für Janker ist die Vorbereitung besonders wichtig. Muss er doch beweisen, dass er fit und eine echte Alternative rechts in der Viererkette oder in der Innenverteidigung werden kann. „Ich hoffe, dass Christoph das Programm voll durchziehen kann und dass er zurückkommt“, sagte Luhukay. Ob das gelingt, bleibt abzuwarten. Für Janker gilt es vorerst, kleine Fortschritte zu machen.