Einspruch

Hertha zieht wegen DFB-Strafe erneut vor Gericht

Die Berliner wollen die vom Deutschen Fußball-Bund geforderte Strafe nicht hinnehmen. Am härtesten aber trifft es Fortuna Düsseldorf.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat nach den jüngsten Platzstürmen und dem Abbrennen von Pyrotechnik in Fußballstadien harte Strafen gegen gleich neun Fußballclubs gefordert. Der Kontrollausschuss des DFB beantragte gegen sechs Vereine jeweils Zuschauerausschlüsse zu Beginn der neuen Saison und Geldstrafen. Fortuna Düsseldorf und der Karlsruher SC sollen ihr erstes Heimspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen. Hertha BSC, der 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt dürften gemäß Antrag maximal 20.000 Tickets, Dynamo Dresden höchstens 13.000 Karten für das erste Heimspiel verkaufen. Alle Stehplätze müssten zudem freibleiben. Geldstrafen sollen Borussia Dortmund, Bayern München und Jahn Regensburg zahlen.

Härteste Strafe für Fortuna Düsseldorf

Am härtesten bestraft werden soll Bundesliga-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf. Wegen „Vorkommnissen in drei Rückrundenspielen der 2. Bundesliga und in beiden Relegationsspielen gegen Hertha BSC Berlin fordert der Kontrollausschuss, dass die Fortuna ihr erstes Heimspiel der neuen Spielrunde unter Ausschluss der Öffentlichkeit austrägt und darüber hinaus 100.000 Euro Geldstrafe zahlt“, hieß es in einer Mitteilung des DFB. Das Relegations-Rückspiel gegen Hertha BSC hatte wegen Einsatzes von Pyrotechnik und eines Platzsturms insgesamt dreimal unterbrochen werden müssen. Die Vereine können bis Anfang kommender Woche Einspruch beim DFB einlegen.

Bei Hertha, die auch noch 50.000 Euro Strafe zahlen soll, will man dies auf jeden Fall tun. „Wir halten diesen Antrag des Kontrollausschusses für vollkommen unangemessen und nicht hinnehmbar. Wir werden alles unternehmen, damit nicht Zehntausende unschuldiger Herthafans für das Verhalten einiger weniger Chaoten bestraft werden“, sagte Berlins Manager Michael Preetz.