Gegen 1899 Hoffenheim

Wie Hertha den Super-GAU vermeiden will

Wer spielt am Sonnabend? Und was spricht überhaupt noch für Hertha? Morgenpost Online beantwortet die wichtigsten Fragen zum Saisonfinale.

Foto: DAPD

Entscheidung am 34. Spieltag: Trotz einer verkorksten Rückrunde hat der Vorletzte Hertha BSC gegen Hoffenheim noch die Chance, Relegationsplatz 16 zu erreichen. Die Morgenpost beantwortet die wichtigsten Fragen.

Wer kann spielen?

Die Rekonvaleszenten Franz, Mijatovic, Lustenberger, Neumann und Djuricin fallen aus. Christian Lell (Fußprellung) fehlte beim Abschlusstraining im Olympiastadion. Als Ersatz für den rechten Verteidiger steht Patrick Ebert bereit.

Mit welcher Taktik tritt Hertha an?

Nachdem beim Heimspiel gegen Kaiserslautern das 4-4-2-System ein herber Schlag ins Kontor war, vertraut Trainer Otto Rehhagel wieder der Taktik 4-2-3-1.

Wie erreicht Hertha Platz 16?

Indem Hertha gegen Hoffenheim besiegt. Parallel darf der 1. FC Köln nicht gegen den FC Bayern gewinnen.

Wann steigt Hertha ab?

Holt Köln drei Punkte, ist Hertha, unabhängig vom eigenen Resultat, abgestiegen. Da Hertha zwei Zähler Rückstand auf Köln hat, bedeuten auch ein Unentschieden oder eine Niederlage gegen Hoffenheim den sicheren Gang in Liga zwei.

Was spricht für Hertha?

Gelingt es der Mannschaft die Misserfolge der vergangenen Monate auszublenden, kann Hertha mit einer guten Leistung binnen 90 Minuten am Sonnabend den Gau vom direkten Abstieg vermeiden. Mit Peter Niemeyer und Levan Kobiashvili, die zuletzt gesperrt waren, kehren zwei schmerzlich vermisste Typen zurück.

Was spricht für Köln?

Köln wird mit der Unterstützung des restlos ausverkauften Stadions (50.000 Plätze) versuchen, gegen den FC Bayern eine Sensation zu schaffen. Zudem meldet sich Lukas Podolski nach überstandener Magen-Darm-Grippe wieder zurück.

Was spricht gegen Hertha?

Heimstärke sieht anders aus. Von 16 Partien im Olympiastadion hat Hertha nur drei gewonnen, der letzte Heimsieg datiert vom 3. März (1:0 gegen Bremen). Zudem hat sich das Nervenkostüm von Hertha-Teams, die im Saison-Endspurt unbedingt gewinnen mussten, nicht immer als das stabilste erwiesen. Erinnert sei hier nur die Nullnummer gegen Hannover (2005) oder das 0:4 beim KSC 2009.

Was spricht gegen Köln?

Der FC taumelt ähnlich schwach wie Hertha BSC durch die Bundesliga-Rückrunde, neun Punkte bei 11:36 Toren sind ein Armutszeugnis (Hertha: 8 Pkt./11:37). Zudem will der FC Bayern es unbedingt vermeiden, mit Blick auf die Endspiele im DFB-Pokal (12. Mai gegen Meister Borussia Dortmund) und in der Champions League (19. Mai gegen den FC Chelsea), die Bundesliga-Saison mit einem Negativ-Erlebnis zu beenden.

Gibt es am Sonnabend schon Relegationstickets?

Für den Fall, dass Hertha noch 16. wird, wird die Relegation gegen den Dritten der Zweiten Liga am 10. Mai (in Berlin) sowie am 15. Mai gespielt. Der Vorverkauf würde am Sonnabend nach dem Abpfiff an den Stadionkassen (Ost- und Südtor) starten. Dauerkarteninhaber erhalten automatisch Zutritt mit ihrer Plastikdauerkarte.

Blog: Mehr zum Endspiel für Hertha BSC im Olympiastadion unter www.immerhertha.de