Diskus-Riese Robert Harting und Hertha-Präsident Werner Gegenbauer könnten demnächst zumindest vorübergehend ihre Autos tauschen. Diese kuriose Wette verriet nun der Berliner Diskus-Vizeweltmeister: „Ich habe zu Herrn Gegenbauer gesagt, dass ich gern mal seinen schönen Schlitten fahren würde. Da meinte er nur: ,Wirf 68,50 Meter - und wir tauschen unsere Autos’“, sagte Harting, der sich am Sonntag beim ISTAF diese Weite noch nicht zutraut. „Ich habe mir das für die WM in Berlin aufgehoben“, fügte er hinzu. Mit 66,93 Meter führt Harting die deutsche Bestenliste an.
Der Präsident des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC und Leiter der Unternehmensgruppe Gegenbauer fährt zur Zeit einen Audi R8, einen Sportwagen mit 500 PS, Harting einen Mercedes ML.
Hartings Ziel ist eine WM-Medaille. „Im Moment sind aber sind mit Piotr Malachowski aus Polen und Gerd Kanter aus Estland etwa drei Trainings-Monate voraus. Aber ich will sehen, dass ich da bis zur WM noch etwas machen kann“, sagte Harting, der den deutschen Leichtathleten eine erfolgreiche WM im August zutraut. „Es wird nicht nur drei, vier Medaillen geben. Aber wenn es nicht klappen sollten, müssen sich die Herren in den oberen Etagen mal fragen lassen, ob es nicht vielleicht auch ihnen liegt und nicht nur an den Sportler“, sagte der Diskuswerfer.
Gegenbauer und Harting lernten sich bei einem gemeinsamen Fernsehauftritt kennen: „Wir haben einen guten Draht zueinander. Das ist besser als eine Riesenfirma als Sponsor.“
Harting gab zu, dass es vor einigen Wochen beim Werfertag in Halle/Saale einen heftigen Krach mit seinem Trainer Werner Goldmann gegeben hat. Das Nervenkostüm seines Trainers sei damals wegen der Kündigung durch den DLV aufgrund Doping-Vergehen zu DDR-Zeiten nicht das beste gewesen. „Aber wir haben uns ausgesprochen und sind jetzt wieder ein starkes Team“, sagte Harting. Zudem ist, seitdem die Dopingkommission des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) empfahl, Goldmann wieder einzustellen, die Anspannung weg. „Jetzt sind wir endlich wieder in der Lage anzugreifen. Vorher waren wir beide an unserer psychischen Grenze.“
Für ihn sei klar, dass nach dieser Empfehlung DLV- und DOSB-Präsidium im Sinne von Goldmann entscheiden werden und er wiederangestellt wird, sagte Harting: „Wir wissen, was rauskommt. Die Sache ist durch.“ dpa/SID/sh
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