Bundesliga

"Retter" Frank Steffel wird Hertha-Mitglied

Mit einem Rettungsplan für die angeschlagene Hertha hatte der Berliner Bundestagsabgeordnete Frank Steffel für Schlagzeilen gesorgt. Die Reaktionen der Klubspitze waren jedoch alles andere als begeistert. Nun hat man sich ausgesprochen: Steffel wird Mitglied bei den Blau-Weißen und kauft eine große Kartenmenge für das Spiel gegen Mönchengladbach.

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Mit einem Rettungsplan für die angeschlagene Hertha hatte der Berliner Bundestagsabgeordnete Frank Steffel für Schlagzeilen gesorgt. Die Reaktionen der Klubspitze waren jedoch alles andere als begeistert. Nun hat man sich ausgesprochen.

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In der Wahl des Mittagessens waren sich die drei einig. Herthas Präsident Werner Gegenbauer, Aufsichtsratsvorsitzender Bernd Schiphorst und der Bundestagsabgeordnete Frank Steffel (CDU) trafen sich am Dienstagmittag im Restaurant „Il Punto“ in Mitte. Alle entschieden sich für Pasta und sprachen 90 Minuten über den von Steffel entwickelten Rettungsplan für Hertha. Während des Essens brachte ein Angestellter einen Sichtschutz am Fenster an, weil vor dem Restaurant zahlreiche Fotografen ihrem Beruf nachgingen.

Der Politiker hatte Gegenbauer im Dezember einen Brief mit einer Liste möglicher Maßnahmen geschickt, um Geld für Zugänge zu beschaffen. „Herrn Steffels Ideen haben viele Berliner dazu gebracht, spontan ihre Unterstützung für Hertha BSC zu erklären. Dafür danken wir Herrn Steffel, der heute seinen Mitgliedsausweis bei Hertha BSC beantragt hat“, hieß es in einer Mitteilung des Vereins. Man freue sich, dass Steffel für das Heimspiel gegen Mönchengladbach 1000 Karten erworben habe und diese Kindern, Jugendlichen und bedürftigen Berlinern zur Verfügung stellt. „Es war ein konstruktives Gespräch in angenehmer Atmosphäre“, sagte Steffel.

Tatsächlich waren Herthas Verantwortliche über die Veröffentlichung des Briefs und Steffels Äußerungen nicht erfreut. Der Unternehmer und CDU-Politiker hatte vorgeschlagen, Manager Michael Preetz könne eine Zeit lang für einen Euro arbeiten. Gegenbauer hatte diesen Vorschlag als „unanständig“ bezeichnet. Am Dienstag sprachen sich die beiden aus. Zudem hatte die Klubführung damals schon Pläne für eine Kampagne, die jetzt erfolgreich gestartet ist.

In den ersten Stunden verkaufte der Verein bei einem Supermarkt 5000 Gutscheine für Eintrittskarten, im Online-Shop gingen rund tausend Bestellung für die blauen T-Shirts mit dem Aufdruck „Aufholjäger“ ein.