Hertha-Bayern

„Ich hatte ein ganz schönes Kribbeln im Bauch“

Der achtjährige Jaron ist eines der Morgenpost-Einlaufkinder. Am liebsten wäre ihm ein Torwart gewesen. Doch mit Jerome Boateng nahm er dann auch gerne vorlieb.

Foto: Reto Klar / ZGB

Die Spieler stehen bereits auf der Rolltreppe, die durch den Innenraum des Olympiastadions führt. Dann ist das Klacken ihrer Stollen auf dem Boden zu hören. Jetzt wird es spannend. Jaron Illner hat seine Favoriten schon festgelegt. Am liebsten Manuel Neuer soll es sein. Oder Thomas Kraft. Ein Torwart, „die sind einfach die Besten“, sagt der Achtjährige aus Steglitz. Und ansonsten bitte einen Nationalspieler.

Das mit dem Torwart klappt zwar nicht, doch immerhin steht auf einmal Jerome Boateng neben ihm. Der deutsche Nationalspieler greift seine Hand, und dann geht es ab auf den Rasen. Die fast 80.000 Zuschauer machen einen wahnsinnigen Lärm, dazu dröhnt Frank Zanders „Nur nach Hause“ aus den Boxen. Nach ein paar Augenblicken ist alles vorbei. Noch einmal ins Publikum winken, dann geht’s ab zurück. Vergessen wird Jaron das Erlebnis trotzdem nicht. „Ich hatte ein ganz schönes Kribbeln im Bauch“, sagt er, der vorher sehr aufgeregt war: „Fast wie bei Weihnachten oder Geburtstag.“

Jaron und zehn weitere Kinder aus Berlin gehörten bei Herthas Heimspiel gegen den FC Bayern zu den glücklichen Gewinnern. Die Berliner Morgenpost und die S-Bahn Berlin hatten Tickets und die Chance verlost, als Einlaufkind dabei zu sein. Vor dem Höhepunkt mit den Bundesliga-Profis durften die Jungen und Mädchen eine Runde durch das Olympiastadion drehen. Vor der voll besetzten Ostkurve zu stehen, „das war schon sehr beeindruckend“, sagt Jaron, dessen Herz für die Bayern schlägt. Für ihn geht der Abend super weiter. Kaum sitzt er auf seinem Platz, erzielt Toni Kroos das 1:0 für die Münchner.

>>>Der Abend im Liveticker der Morgenpost<<<

Johanna Höhne ist ein Hertha-Fan. Auch sie hat Glück. Sie darf mit Adrian Ramos auf das Spielfeld laufen. Der Hertha-Stürmer spricht zwar nicht mit ihr, aber als sehr gesprächig ist er auch nicht bekannt. Die Siebenjährige aus Mariendorf ist trotzdem fasziniert, obwohl ihre Mutter vorher gestand: „Sie ist sehr cool. Ich bin fast noch aufgeregter.“ Denn Johanna spielt Rugby, ihr kann man so schnell nichts vormachen. Doch als die Zweitklässlerin dann den Rasen betritt und sogar noch von Maskottchen Herthino gestreichelt wird, ist sie sicher: „Das will ich noch mal machen.“ Hertha sollte das in die Wege leiten, denn obwohl die Berliner verlieren, hat Johanna Ramos Glück gebracht. Der Kolumbianer trifft in der 66. Minute per Elfmeter.