Bundesliga

Hertha-Verteidiger Langkamp fällt für die Hinrunde aus

Eine MRT-Untersuchung bestätigte den Verdacht: Sebastian Langkamp hat einen Muskelfaserriss erlitten und kann dieses Jahr kein Spiel mehr absolvieren. Gegen Braunschweig hofft Hertha auf Brooks.

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Trainer Jos Luhukay hatte am Sonntag noch gehofft, es würde nicht so schlimm werden. Doch nun steht fest, dass Hertha für den Rest der Hinrunde auf Sebastian Langkamp verzichten muss. Bei einer MRT-Untersuchung am Montagvormittag bestätigte sich die Vermutung, dass der Abwehrspieler sich im letzten Heimspiel gegen den FC Augsburg (0:0) einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel zugezogen hatte. Damit muss Hertha bis zur Partie in Braunschweig Sonnabend einen Spieler finden, der mit Kapitän Fabian Lustenberger die Innenverteidigung bildet.

Für den 25-jährigen Langkamp ist die Nachricht bitter. Bereits zu Beginn der Saison hatte der zuvor von Augsburg zu Hertha gewechselte Abwehrspieler sich einen Muskelfaserriss zugezogen und fiel für zwei Wochen aus.

Auch dieses Mal sieht Teamarzt Dr. Ulrich Schleicher keine lange Pause: „Wenn alles nach Plan verläuft, kann er zu Beginn der Vorbereitung auf die Rückrunde wieder voll einsteigen.“ Eine gute Nachricht für den leidgeprüften Verteidiger, der vor seinem Wechsel nach Berlin noch an Leistenproblemen laborierte. Für seinen Start bei Hertha hat er sich den Sommer über extra mit einem privaten Fitnesstrainer wieder in eine gute körperliche Verfassung gebracht und wurde auf Anhieb Stammspieler in der blau-weißen Abwehr.

Hajime Hosogai als Notvariante

Trainer Jos Luhukay muss nun die Abwehr erneut umstellen. Beim Unentschieden gegen Augsburg zog er für den verletzten Langkamp den defensiven Mittelfeldspieler Hajime Hosogai zurück in die Innenverteidigung. Eine Notvariante, die der Niederländer ungern wiederholen möchte, auch wenn er den japanischen Nationalspieler für den Einsatz hoch lobte: „Ich habe ihn dort gebracht, weil er diese Position bereits unter der Woche im Training einnahm. Hosogai ist ein absoluter Teamspieler und sehr flexibel.“ Doch der Trainer benötigt den Japaner im Mittelfeld als unermüdlichen Antreiber.

Eigentlich wurde der eingewechselte Peter Niemeyer in der Abwehr erwartet. Doch der Niederländer hatte Bedenken, weil der ehemalige Mannschaftskapitän vor allem im defensiven Mittelfeld spielte und seine Einsätze in der Abwehr schon länger zurückliegen.

Hoffen auf John Brooks

Ideal wäre für Luhukay, würde sich John Brooks schnell von seinen Knieproblemen erholen, die ihn am letzten Spieltag in eine Zuschauerrolle gezwungen hatten. Er soll in dieser Woche Stück für Stück an das Mannschaftstraining geführt werden.

Der Trainer schätzt die faire Zweikampfführung des US-Nationalspielers, der durch vorausschauendes Spiels Standards in Strafraumnähe größtenteils vermeidet. Zudem soll die Innenverteidigung den Spielaufbau einleiten. Vorteile gegenüber Maik Franz, 32, und Christoph Janker, 28. Sollte Brooks bis Sonnabend nicht fit werden, könnte Luhukay durchaus wieder auf seine Notvariante Hajime Hosogai zurückgreifen.