Manuel Neuer: Hielt einen Schuss von Montolivo noch gut (17.), ehe es gleich zweimal bei ihm einschlug. War an beiden Toren schuldlos und konnte sie nicht verhindern. Note: 3
Jerome Boateng: Bevor Cassano vor dem 0:1 Hummels düpierte, ließ er erst noch den Münchner alt aussehen. Wie alle Verteidiger wusste auch Boateng diesmal nicht zu überzeugen. Selbst wenn er mit nach vorn ging, stand er oft falsch und brachte Özil zur Weißglut, der mit ihm spielen wollte, es aber nicht konnte, weil Boateng eben falsch stand. Note: 4
Mats Hummels: Er vergab freistehend die große Chance zur Führung (5.), ehe er vor dem 0:1 von Vorbereiter Cassano mit einer Körpertäuschung ausgetrickst wurde. Der Dortmunder machte sein schlechtestes Spiel bei diesem Turnier. Er spielte viel zu lässig und rückte zu oft mit nach vorn, so dass er dann hinten fehlte. Das war ganz klar ein Rückschritt. Note: 5
Holger Badstuber: Der Münchner begann gut, doch dann lief ihm Balotelli im Rücken weg und köpfte Italien in Führung (20.). War im Vergleich zu seinem schwachen Nebenmann aus Dortmund noch der etwas Bessere, weil etwas aggressiver. Aber auch er hat schon viel besser gespielt und seinen Anteil am EM-Aus. Note: 5
Philipp Lahm: Hob in der 36. Minute das Abseits auf, als die Innenverteidiger aufgerückt waren – und hatte am Ende keine Chance mehr, Balotelli am Tor zu hindern. Erinnerte mit seinem Fehler an das EM-Finale 2008 gegen Spanien (0:1), als er auch gepatzt hatte. Note: 5
Sami Khedira: Er war nicht so überragend wie gegen Griechenland, aber dennoch der beste Deutsche. Khedira rotierte viel und war immer anspielbereit. Ihm war durch seine Körpersprache anzusehen, dass er unbedingt wollte. Doch was nützt es, wenn die Nebenleute nicht so gut funktionieren, wie sie es in so einem wichtigen Spiel eigentlich sollten. Note: 3
Bastian Schweinsteiger: Er lief wie immer viel. Doch diese Europameisterschaft war nicht die seine, er tauchte auch gestern zu oft ab. Auch gegen Italien wusste er kaum ein Mittel und war alles andere als der von Löw so oft gepriesene „Emotional Leader“. Note: 5
Toni Kroos: Durfte erstmals von Beginn ran, nachdem er in der Vorrunde sein Reservistendasein beklagt hatte. Schade nur, dass er auf die großen Worte keine Taten folgen ließ. Kroos war zu Beginn aktiv und probierte sich mit einigen Distanzschüssen. Rückte in der zweiten Halbzeit nach links und spielte etwas besser, aber nicht zwingend genug. Note: 4
Mesut Özil: Er versuchte viel und war noch einer der Aktivsten. Doch er blieb vor allem deshalb so wirkungslos, weil er auf der rechten Seite völlig verschenkt war. Rückte erst in der zweiten Halbzeit mehr ins Zentrum. Doch der entscheidende Pass in die Schnittstelle gelang ihm diesmal nicht. Note: 4
Lukas Podolski: Er sollte seine Erfahrung von 101 Länderspielen einbringen. Doch Podolski enttäuschte auf ganzer Linie. Er war weder aggressiv im Zweikampf, noch versuchte er, seinen robusten Körper und seine Schnelligkeit gewinnbringend im Offensivspiel einzusetzen. Note: 6
Mario Gomez: Das war wieder eines dieser Spiele, bei dem man sich anschließend die Haare rauft, weil Gomez nichts zustande gebracht hat. Zur Habzeit zu Recht raus. Note: 6
Miroslav Klose (46. für Gomez): Hielt die italienischen Verteidiger zwar mehr auf Trab, war aber glücklos. Note: 4
Marco Reus (46. für Podolski): Hatte Pech, als Buffon seinen Freistoß zur Ecke lenkte. Er belebte das Spiel, aber konnte die Wende nicht mehr einleiten. Note: 3
Thomas Müller (71. für Boateng) ohne Bewertung.
BMO

