Trotz des Abstiegs

EM-Spieler Roman Hubnik will bei Hertha bleiben

Derzeit kickt er bei der EM für die tschechische Nationalmannschaft - mit mäßigem Erfolg. Bei Hertha will Hubnik trotz des Abstiegs bleiben.

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Obwohl es stets hieß, dass Hertha BSC mit ihm plane, existierten in den vergangenen Wochen doch auch ein paar Befürchtungen, nach denen Roman Hubnik den Berliner Fußballklub vielleicht doch verlassen könnte. Schließlich ist der Innenverteidiger der einzige Spieler aus dem Kader des Bundesliga-Absteigers, der sich aktuell bei der Europameisterschaft aufhält. Mit der tschechischen Nationalmannschaft kämpft er um den Einzug in das Viertelfinale.

Die Sorgen aber sind wohl unbegründet, der 28-Jährige sieht seine Zukunft bei Hertha BSC. „Ich werde in Berlin bleiben. Es war für uns alle kein gutes Jahr, aber ich will 2013 mit Hertha wieder in der Bundesliga spielen“, sagte der Tscheche dem „Kicker“. Sein Vertrag läuft bis 2014. Für Hubnik, der in der Winterpause 2010 in die Hauptstadt kam, wäre es der zweite Ausflug in die Zweite Liga.

Große Gefahr für Hertha hätte aber auch kaum bestanden, den Tschechen zu verlieren. Denn die EM, die auch zur großen Bühne hätte werden können für Hubnik, war bislang eher eine große Enttäuschung für ihn. Im Auftaktmatch gegen Russland durfte er von Beginn an spielen. Am Ende stand nicht nur das 4:1 für die Russen, sondern auch eine große Beteiligung Hubniks an der desolaten Abwehrleistung des EM-Zweiten von 1996. Bei zwei Gegentoren sah er selbst ganz schlecht aus. Das empfand offenbar auch Trainer Michal Bilek so, gegen Griechenland ließ der Hubnik auf der Bank. Die Tschechen gewannen das Spiel (2:1), was die Aussichten auf einen weiteren Einsatz von Beginn an doch sehr schmälern dürfte. Die Partie am Sonnabend gegen Polen entscheidet über den Verbleib der Tschechen im Turnier.

Ihre Personalplanungen treiben Trainer Jos Luhukay und Manager Michael Preetz derweil hinter den Kulissen voran, nur wenig dringt davon nach außen. Bislang gehören lediglich fünf Spieler (Lell, Ottl, Mijatovic, Ebert und Torun) der vergangenen Saison nicht mehr dem Kader an, weitere Entscheidungen sind noch nicht gefallen.