Das Finale ist erst zwei Wochen her, da steht die neue Saison des DFB-Pokals schon bevor. Am Sonntag losten DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Stabhochspringerin Sarah Vogel im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund die erste Runde aus. Mit dabei: drei Berliner Vereine – der 1. FC Union, Hertha BSC und TuS Makkabi Berlin.

Der Neuling aus der Oberliga, der wie alle Erstrunden-Teilnehmer knapp 210.000 Euro als Startprämie bekommt, hatte sein Los wohl mit der größten Spannung erwartet. Mit dem Sieg im Berliner Landespokalfinale gegen Sparta Lichtenberg (3:1 n.V.) vor zwei Wochen hatte sich Makkabi als erster jüdischer Klub für den DFB-Pokal qualifiziert.

Hertha BSC mit magerer Bilanz, Union Berlin mit Premiere

In der ersten Runde geht es nun gegen den Bundesligisten VfL Wolfsburg. Makkabi-Trainer Wolfgang Sandhowe hätte allerdings gern einen anderen Gegner gehabt: Hertha BSC. „Da haben wir vielleicht eine günstige Chance“, sagte der 69-Jährige mit einem Augenzwinkern in der Übertragung des ZDF. „Aber mit Wolfsburg können wir auch leben.“

Für Hertha BSC geht es stattdessen nach Jena. Der Bundesliga-Absteiger trifft dort auf Regionalligist Carl-Zeiss Jena. Für die Berliner geht es vor allem darum, eine erfolgreichere Pokalgeschichte als im vergangenen Jahren zu schreiben. Im Juli 2022 war schon Schluss für die Blau-Weißen. In der ersten Runde gab es ein bitteres 5:6 im Elfmeterschießen bei Eintracht Braunschweig.

Glaubt man der Bilanz, wird die Wiedergutmachung allerdings gar nicht so einfach. Bislang standen sich Hertha und Jena von 1992 bis 1997 acht Mal in der Zweiten Liga gegenüber, viermal gewann Jena, dreimal gab es ein Unentschieden, nur einmal gingen die Berliner als Sieger vom Platz.

210.000 Euro Startprämie für jeden Erstrunden-Teilnehmer

Für Stadtrivale Union Berlin gibt es in der ersten Runde stattdessen eine Premiere. Gegner ist – zum ersten Mal in der Klubgeschichte – der FC-Astoria Walldorf aus der Regionalliga Südwest. „Sicherlich hätten wir uns für unsere Fans ein Spiel näher an Berlin gewünscht“, erklärte Oliver Ruhnert, Unions Geschäftsführer Profifußball. „Dennoch freuen wir uns über einen Gegner, den wir noch nicht kennen. Wie schwierig Erstrundenspiele gegen Regionalligisten sein können, haben wir im letzten Jahr erlebt. Die klare Zielsetzung ist aber natürlich der Einzug in die nächste Runde.“

In der vergangenen Saison hatten sich die Köpenicker mit einem 2:1 nach Verlängerung gegen Chemnitzer FC in die zweite Runde gemüht. Am Ende schaffte es der Champions-Teilnehmer noch bis ins Viertelfinale, wo nach einem 0:2 gegen den späteren Finalisten Eintracht Frankfurt Schluss war.

Gespielt wird die erste Runde vom 11. bis zum 14. August

Rekordmeister Bayern München tritt beim Drittliga-Aufsteiger Preußen Münster an, Pokalsieger RB Leipzig spielt gegen Wehen Wiesbaden, Borussia Dortmund trifft auf den TSV Schott Mainz. Gespielt wird vom 11. bis zum 14. August. Nur Bayern und Leipzig tragen ihre Erstrunden-Partien am 26./27., aus, da am 12. August der Supercup ausgespielt wird.

Die zweite Hauptrunde folgt ab Ende Oktober, das Achtelfinale Anfang Dezember. Im kommenden Jahr geht es Ende Januar/Anfang Februar mit dem Viertelfinale weiter. Das Halbfinale wird dann Anfang April ausgetragen. Das Finale des DFB-Pokals findet am 25. Mai im Berliner Olympiastadion statt.