Dritte Liga

Viktoria 89: Senat gibt grünes Licht für den Jahn-Sportpark

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Michael Färber
Der Jahnsportpark soll für die Dritte Liga hergerichtet werden.

Der Jahnsportpark soll für die Dritte Liga hergerichtet werden.

Foto: Bildagentur-online/Schoening / pa

Fußball-Drittligist Viktoria 89 wird seine Heimspiele im Jahn-Sportpark austragen. Investor übernimmt Kosten für temporären Betrieb.

Berlin. Die Suche des FC Viktoria 89 nach einer geeigneten Spielstätte für die kommende Saison in der Dritten Liga hat offenbar ein Ende. Wie die Senatsverwaltung für Inneres und Sport mitteilte, soll der Jahn-Sportpark „temporär ertüchtigt“ werden.

Für die zeitlich befristete Nutzung wird die Gesamtkapazität auf 50 Prozent (ca. 10.000 Zuschauer) reduziert. Das Haupttribünengebäude bleibt gesperrt. Als Ersatz für notwendige Räume werden zwei Containeranlagen vor dem Stadion bzw. auf dem Tribünenwall errichtet.

„Wir hatten dem FC Viktoria Unterstützung bei der Stadionsuche zugesagt und unser Versprechen gehalten. Es ist uns gelungen, für Viktoria eine Lösung zu finden, die die Anforderungen des DFB erfüllt und die für einen Drittligisten wirtschaftlich zu stemmen ist“, sagte Sportsenator Andreas Geisel.

Viktoria bekommt Stadion mietfrei zur Verfügung gestellt

Die Lösung heißt SEH Sports & Entertainment Holding. Der Investor von Viktoria 89 übernimmt die zur Sicherstellung des Betriebs notwendigen Kosten in Höhe von 1,5 Millionen Euro. Neben den Containern soll auch eine neue Flutlichtanlage aufgestellt werden, die die Drittliga-Anforderungen von 800 Lux erfüllt. Beleuchtet wird nur das Spielfeld, nicht jedoch Laufbahn oder Sprunganlagen.

„Wir sind sehr dankbar für die vertrauensvollen und zielführenden Gespräche mit allen Beteiligten und sind uns bewusst, welche Arbeit nun auf uns wartet“, sagte Viktoria-Geschäftsführer Peer Jaekel. Das Stadion wird dem Klub im Gegenzug mietkostenfrei zur Verfügung gestellt, das Land Berlin wird die Anlage in Betrieb halten.

Auch Berlin Thunder soll das Stadion nutzen

Um alle notwendigen Genehmigungen will sich der Senat kümmern. Zudem erhält die Stadt die Möglichkeit, im Jahn-Sportpark weitere Sportveranstaltungen (DFB-Pokal, Berliner Pokal) durchführen zu können.

Die Vereinbarung soll für zwei Jahre gelten, da sich der Baubeginn für den inklusiven Jahn-Sportpark auf 2023 verschoben hat. Ursprünglich war die Betriebserlaubnis für das Stadion Ende vergangenen Jahres abgelaufen. Neben Viktoria werden auch die American Footballer von Berlin Thunder, deren Investor ebenfalls die SEH Sports & Entertainment Holding ist, den Jahn-Sportpark nutzen.