Bundesliga

BVB-Trainer Favre steht vor zwei Wochen der Wahrheit

Vor dem Topspiel gegen Gladbach steht BVB-Trainer Lucien Favre unter Druck – und muss wohl auf einen Leistungsträger verzichten.

Hat ein schweres Programm im Blick: Trainer Lucien Favre.

Hat ein schweres Programm im Blick: Trainer Lucien Favre.

Foto: Uwe Anspach / dpa

Dortmund. Für Melancholie wird keine Zeit bleiben. Weder für Marco Reus, noch für Nico Schulz und schon gar nicht für Trainer Lucien Favre. Wenn das Trio mit Borussia Dortmund am Sonnabend auf seinen ehemaligen Klub Borussia Mönchengladbach trifft (18.30 Uhr, Sky), ist in der Fußball-Bundesliga Wiedergutmachung angesagt. Nach zuletzt drei Unentschieden in Folge muss der designierte Meisterschaftsanwärter zurück in die Erfolgsspur.

„Es ist nicht alles so selbstverständlich, wie es sein sollte oder wie ich die Borussia in der vergangenen Saison von außen betrachtet habe. Die Selbstverständlichkeit muss wieder zurückkommen und das geht nur mit harter Arbeit. Das wissen wir und daran müssen wir ansetzen“, sagte der gebürtiger Berliner Schulz (26), der sich nach einer Fußverletzung wieder fit gemeldet hat.

Nach dem Derby geht es im Pokal wieder gegen Gladbach

Besonders Trainer Favre (61) wird beim Duell der Borussen im Mittelpunkt stehen. Wird doch gemunkelt, dass der Job des Schweizers, von 2011 bis 2015 in Gladbach als Trainer angestellt, angesichts der ausbleibenden Erfolge langsam aber sicher in Gefahr geraten könnte. Zumal auf den Tabellenachten ein hartes Programm wartet. Nach dem Bundesliga-Topspiel am Sonnabend reisen die Dortmunder am Mittwoch zum Champions-League-Spiel zu Inter Mailand (21 Uhr, Sky), ehe am darauffolgenden Sonnabend das prestigeträchtige Derby gegen den wiedererstarkten Lokalrivalen Schalke 04 ansteht (15.30 Uhr, Sky).

Und dann wartet auf Favre, Reus und Schulz gleich das Wiedersehen im Doppelpack. Zwölf Tage nach dem Bundesliga-Duell muss der Revierklub auch im DFB-Pokal gegen die „Fohlen“ ran (Mittwoch, 30.10., 20.45 Uhr). Es sind also wegweisende Wochen, die vor Favre und den BVB stehen. Der Blick in die Statistik macht aber zumindest für das Doppel-Duell gegen Gladbach Mut.

Dortmund hat alle acht vergangenen Bundesliga-Partien gegen die andere Borussia gewonnen, teils mit herben Kantersiegen im heimischen Stadion (6:1, 4:1, 4:0). Vor allem die Torbilanz der letzten acht Duelle ist beeindruckend: 25:6. Ob BVB-Stürmer Paco Alcácer das ohnehin schon beeindruckende Torverhältnis aufpolieren wird, bleibt abzuwarten. Der Spanier plagt sich immer noch mit Achillessehnen-Problemen herum, ein Einsatz gegen Gladbach ist fraglich.