Stuttgart/Nürnberg

Hitzlsperger neuer Sportvorstand beim VfB Stuttgart

Der Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger übernimmt nach der Entlassung von Michael Reschke

Chefs in Stuttgart: Thomas Hitzlsperger (r.) und Wolfgang Dietrich.

Chefs in Stuttgart: Thomas Hitzlsperger (r.) und Wolfgang Dietrich.

Foto: Hansjürgen Britsch / imago/Pressefoto Baumann

Stuttgart/Nürnberg.  In ihrer sportlichen Not haben der VfB Stuttgart und der 1. FC Nürnberg drastische Maßnahmen auf der Führungsebene ergriffen. Bei den Schwaben, die auf dem drittletzten Platz der Fußball-Bundesliga stehen, soll der ehemalige Nationalspieler Thomas Hitzlsperger zum Retter werden, nachdem sich der Verein von Sportvorstand Michael Reschke getrennt hat. Der Tabellenletzte aus Franken beurlaubte Aufstiegstrainer Michael Köllner, nachdem in der Nacht zuvor Sportvorstand Andreas Bornemann von seinen Aufgaben entbunden worden war. Interimscoach Boris Schommers soll mit „Club“-Legende Marek Mintal als Assistent neue Impulse setzen.

„Der Aufsichtsrat war nicht mehr überzeugt davon, dass in der bestehenden Konstellation die notwendigen Kurskorrekturen vorgenommen werden können“, sagte VfB-Präsident Wolfgang Dietrich über den überraschenden Wechsel im Management. Das Vertrauen als neuer Sportvorstand erhält der 36-jährige Hitzlsperger. „Ich habe viel Energie und große Freude“, versicherte er.

Der frühere Stuttgarter Profi steigt vom bisherigen Nachwuchschef und Präsidiumsmitglied zum Verantwortlichen für den sportlichen Bereich auf. Er werde „alles daransetzen, beim VfB die Kräfte für den Klassenerhalt zu bündeln und gleichzeitig in einem starken Team die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen“, sagte er. Nach dem 0:3 bei Fortuna Düsseldorf am Sonntag war vor allem Trainer Markus Weinzierl in den Fokus gerückt und über eine Ablösung des 44-Jährigen spekuliert worden. Doch gefeuert wurde Reschke.

Zuvor hatte es in Nürnberg den großen Umbruch gegeben. In einer Nachtaktion trennte sich der seit 15 Bundesligaspielen sieglose FCN von Bornemann und beurlaubte den von diesem gestützten Köllner. „Wir haben in der sportlichen Kompetenz einen Kahlschlag“, resümierte Aufsichtsratschef Thomas Grethlein. Die Trainerfrage liege in den Händen des künftigen Sportvorstandes. „Wir werden in den nächsten Tagen und Wochen entsprechende Gespräche führen. Der neue Sportvorstand wird dann einen neuen Trainer einstellen oder suchen“, sagte Grethlein.