Für den einen geht es gegen den Bruder, für den anderen um den Job, der nächste trifft auf den Ex-Klub und in Köln kehrt Alltag ein. Die Vorschau auf den 15. Bundesliga-Spieltag:

Bruderduell: Seit fast drei Jahren haben sich Jerome (29) und Kevin-Prince Boateng (30) nicht mehr gesehen. Nein, neben dem Platz haben sich die Brüder nach einigen Streitigkeiten versöhnt. Auf dem Platz standen sie sich zum letzten Mal im Februar 2015 gegenüber. Wenn Jerome mit dem FC Bayern am Sonnabend bei Eintracht Frankfurt (15.30 Uhr/Sky) zu Gast ist, wartet auf die Bayern nach dem 3:1-Sieg gegen Paris im Liga-Alltag „eine neue Herausforderung“ gegen ein „kampfstarkes, laufstarkes, aggressives und bissiges“ Team, weiß Trainer Jupp Heynckes. Der 72-Jährige lobte seinen Kollegen Niko Kovac so übermütig, als wäre er nun der Nachfolgekandidat Nummer eins.

Endspiel: Borussia Dortmunds Trainer Peter Bosz kann im Spiel gegen Werder Bremen am Sonnabend (15.30 Uhr/Sky) eine zweifelhafte Serie fortführen. Seine Vorgänger Thomas Tuchel und Jürgen Klopp hatten ihr letztes Bundesligaspiel mit dem BVB jeweils gegen Werder Bremen bestritten, beide konnten einen Sieg feiern. Dass Bosz bei einem Erfolg gegen die „Grün-Weißen“ gehen muss, ist unwahrscheinlich. Dennoch weiß der Niederländer: „Wir warten noch immer auf die Wende, da brauchen wir einen Sieg.“ Eine Verlängerung dieser Wartezeit im Fall einer Niederlage ist eher nicht zu erwarten.

Lieblingsgegner: Tore schießt Borussia Mönchengladbachs Raffael am liebsten gegen seine ehemaligen Arbeitgeber. Das musste auch Hertha bei der 2:4-Niederlage gegen die Elf vom Niederrhein im November feststellen. Nun trifft der Brasilianer im Topspiel am Sonnabend (18.30 Uhr/Sky) auf einen weiteren Ex-Klub. Das Heimspiel gegen Schalke ist gleichzeitig auch das Duell der Verfolger von Spitzenreiter Bayern München, Vierter gegen Dritter. Der Sieger wird wohl in der Spitzengruppe überwintern.

Abstiegskampf: Die Europa-Reise des 1. FC Köln ist beendet. Statt rauschender Fußball-Nächte ist am Sonntag gegen den SC Freiburg (13.30 Uhr/Eurosport Player) Abstiegskampf angesagt. Drei Punkte, letzter Platz und bei einer Niederlage gegen Freiburg kann der Rückstand auf den rettenden Relegationsrang auf zwölf Punkte ansteigen. Interimscoach Stefan Ruthenbeck muss dazu eine völlig verunsicherte Mannschaft wieder aufrichten. „Wichtig ist, dass die Jungs wieder Selbstvertrauen bekommen, Tore schießen zu können. Daran werden wir arbeiten müssen,“ erklärte Ruthenbeck.