Leukämie

Ehemaliger Hertha-Star Alex Alves hat Krebs

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Der Fußballer Alex Alves ist schwer an Leukämie erkrankt. Geldprobleme des Ex-Herthaner verzögern die Behandlung.

Der frühere Hertha-Fußballprofi Alex Alves ist an Leukämie (Blutkrebs) erkrankt. Der 37-Jährige wurde am 7. Oktober in der Krebsklinik Amaral Carvalho in der brasilianischen Kleinstadt Jaú (Bundesland São Paulo) operiert. Dabei wurde ihm Knochenmark transplantiert. Spender war einer der Brüder des exzentrischen Ex-Torjägers von Hertha BSC (2000 bis 2003). Das berichten die Zeitung „Bild“ und brasilianische Medien.

Kein Geld für Transplantation

Alves leidet seit vier Jahren an der schweren Erkrankung. Die finanziellen Probleme des früheren Bundesliga-Profis, dessen Tor aus dem Mittelkreis beim 4:2-Sieg über den 1. FC Köln im September 2000 zum „Tor des Jahres“ gewählt worden war, ließen keinen früheren Eingriff zu. Zuletzt halfen Freunde und Bekannte.

Acht Monate musste Alves auf eine Operation warten, weil der Eingriff weitgehend über das öffentliche Gesundheitssystem SUS finanziert wird. In dieser Zeit bekam der Ex-Kicker eine Chemotherapie, die aber nicht richtig anschlug.

Alves hat dem Krankenhaus jede Stellungnahme untersagt, er möchte keinen Medienrummel. Freunde und Ex-Kollegen organisieren derzeit ein Benefizspiel. Dazu hat Alves aber noch nicht seine Zustimmung gegeben. „Er ist auf dem Weg der Besserung“, sagte seine Ehefrau Nadya França. Alves' Tochter Alexandra sagte im TV: „Du bist der beste Vater der Welt, ich will Dich niemals verlieren.“

Eskapaden in Berlin

Alves galt in seiner Berliner Zeit als launische Diva, sorgte immer wieder für Eskapaden. Er fehlte wegen Fußpilz und Hodenbeschwerden oder weil sich eine Parkhaus-Schranke nicht rechtzeitig öffnete. Noch hält er mit 130.000 Euro Herthas Strafenrekord. Er verlor mehrmals seinen Führerschein und erschien auf der Weihnachtsfeier 2002 in einem weißen Pelzmantel.

Der hochbegabte Angreifer, der für 7,5 Millionen Euro vom brasilianischen Klub Belo Horizonte nach Berlin gewechselt war, hatte nach seiner Berliner Zeit nicht mehr viel Glück als Profi. In seiner Heimat wechselte er oft den Klub, ohne an frühere Erfolge anknüpfen zu können. Für Hertha erzielte er 25 Tore in 81 Spielen.

( SID/mim )