2. Fussball-Bundesliga

Fürth patzt in Karlsruhe – Dresden gewinnt bei 1860

Greuther Fürth punktet mit Glück beim Karlsruher SC, Aufsteiger Dynamo Dresden siegt bei 1860 München, und der MSV Duisburg rutscht tiefer in die Krise.

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Die SpVgg Greuther Fürth stolpert in Karlsruhe, 1860 München kassiert eine peinliche Heimpleite: Die schwachen Fürther retteten am 10. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga nach der Führung durch Heinrich Schmidtgal (19.) durch einen Last-Minute-Treffer von Mergim Mavraj (90.+2) ein 2:2 (1:0) beim Karlsruher SC. Gaetan Krebs (69.) und Giuseppe Aquaro (85.) trafen für den KSC.

Die „Löwen“ unterlagen ausgerechnet gegen die auswärts bisher punktlosen Dresdner deutlich 2:4 (0:2). Matchwinner des Aufsteigers war Mickael Pote mit einem Dreierpack (13./16./60.), dazu traf Romain Bregerie (59.). Daniel Bierofka (65./90.+2) betrieb lediglich Ergebniskosmetik. Pokalfinalist MSV Duisburg verlor nach einem Torwart-Fehler von Florian Fromlowitz 0:1 (0:0) gegen den SC Paderborn. Nick Proschwitz (77.) traf für den SCP.

Vor 13.245 Zuschauern im Karlsruher Wildparkstadion ließ der kasachische Nationalspieler Schmidtgal dem Karlsruher Keeper Dirk Orlishausen nach einem Sololauf über den halben Platz keine Abwehrchance.

Allerdings war der KSC über weite Strecken der Partie die deutlich bessere Elf. Bogdan Müller hatte in der zweiten Minute zunächst großes Pech, als sein Schuss am Pfosten des Fürther Tores landete. Auch anschließend dominierten die Badener, ehe Schmidtgal die erste Chance der Fürther zum 1:0 nutzte. Die Karlsruher Fans mussten bis in die Schlussphase warten, ehe Krebs der verdiente Ausgleich gelang. Aquaro ließ den KSC kurz vom Sieg träumen, ehe Mavraj in der Nachspielzeit traf. Fürth Asen Karaslawow sah in der 84. Minute die Gelb-Rote Karte.

Vor 39.500 Zuschauern in Allianz Arena bewies Pote, der im August vom französischen Erstligisten OGC Nizza zum achtmaligen DDR-Meister gewechselt war, gleich in der Anfangsphase seine Torgefährlichkeit. Zunächst war Pote mit dem Kopf zur Stelle, seinen Rechtsschuss zum 2:0 fälschte Münchens Stefan Buck noch leicht ab.

Auch nach dem Wechsel fehlten den „Löwen“ die Mittel, den Auswärtssieg des Aufsteigers zu verhindern. Stattdessen schraubten Bregerie und Pote mit seinem dritten Treffer das Ergebnis noch in die Höhe. Bierofka betrieb für die enttäuschenden Gastgeber lediglich Ergebniskosmetik. Münchens Stefan Buck sah in der 55. Minute wegen einer Notbremse die Rote Karte.

Sündenbock in Duisburg war Schlussmann Florian Fromlowitz. Der Torwart der Zebras lenkte den Schuss von SC-Stürmer Proschwitz ins eigene Tor und sorgte damit im Alleingang für die sechste Saisonpleite des MSV. Während die Gäste weiter an der Spitzengruppe der Liga schnuppern, belegt der MSV nur den 16. Platz, der am Ende der Saison in die Abstiegs-Relegation führen würde.