Eintracht Frankfurt ist erstmals in der laufenden Saison Tabellenführer der 2. Bundesliga. Die Hessen gewannen ihr Heimspiel gegen Alemannia Aachen mit 4:3 (2:0) und lösten damit die punktgleiche, aber in der Tordifferenz um zwei Treffer schlechtere Fortuna aus Düsseldorf (beide 35 Zähler) an der Spitze ab.
Platz drei belegt die SpVgg Greuther Fürth nach dem 4:0 (1:0) gegen den FSV Frankfurt mit zwei Zählern Rückstand. Im dritten Spiel am Sonntagnachmittag gewann Erzgebirge Aue das Ostduell bei Dynamo Dresden mit 2:1 (0:1).
Bundesliga-Absteiger Frankfurt hat sich auf dem Weg zurück ins Oberhaus auch von der Mannschaft seines Ex-Trainer Friedhelm Funkel nicht aufhalten lassen. Mohamadou Idrissou (10.), Benjamin Köhler (12.), Erwin Hoffer (81.) und Karim Matmour (89.) trafen für die Eintracht. Benjamin Auer (78.), Sergiu Radu (82.) und Aimen Demai (87.) waren für Aachen erfolgreich.
Die Eintracht setzt auf ein gutes Omen: Klubs, die zu diesem Zeitpunkt einer Spielzeit noch ohne Niederlage waren, sind in der bisherigen Geschichte der 2. Liga immer aufgestiegen.
Greuther Fürth hat nach zwei Spielen ohne Dreier in die Erfolgsspur zurückgefunden. Stephan Schröck mit seinem ersten Saisontor (41.) sowie Bernd Nehrig (48., Foulelfmeter) stellten die Weichen für die Franken schon vor der Halbzeitpause auf Sieg.
Als der Frankfurter Gledson nach grobem Foulspiel an Stephan Fürstner die Rote Karte sah (54.), war das Spiel entschieden. Edgar Prib (58.) und Olivier Occean (72.) mit seinem neunten Saisontreffer machten gegen die nunmehr seit fünf Spielen sieglosen Gäste alles klar.
Doppelpack von Hochscheidt
Ausgerechnet im Sachsen-Derby hat Aue seinen freien Fall gestoppt. Bei Aufsteiger in Dresden feierte die Mannschaft von Trainer Rico Schmitt nach zuletzt nur einem Punkt aus vier Spielen wieder ein Erfolgserlebnis und verschaffte sich ein beruhigendes Polster zur Abstiegszone.
Dresden, das erstmals nach fünf Spielen wieder als Verlierer vom Platz ging, verpasste trotz der Führung durch Zlatko Dedic (20.) nach Aues Treffern durch Jan Hochscheidt (56. und 90.+1) den Sprung in die obere Tabellenhälfte.
„Aue war robuster, reifer und eingespielter. Wir haben nach unserer Führung zu spektakulär den Abschluss gesucht, sonst hätten wir auch das 2:0 machen können“, sagte Dynamo-Trainer Ralf Loose.
Sein Auer Kollege, dem mit seiner Mannschaft im fünften Duell der Regionalrivalen der vierte Sieg gelang, war angesichts des gelungenen Befreiungsschlages natürlich hochzufrieden: „Meine Mannschaft hat ein Riesenspiel gemacht. Ich sehr stolz, dass sich die Spieler anders als in den vorherigen Spielen selbst belohnt haben.“
dpa, sid/fb





