Niederlage in Paris

Klinsmann kann bislang nur gegen Honduras siegen

Jürgen Klinsmann wartet als Nationalcoach der USA weiter auf seinen zweiten Sieg. Die Niederlage in Frankreich konnten auch die Bundesliga-Legionäre nicht verhindern.

Foto: Getty Images / Getty Images/Getty

Auch Arsene Wenger konnte Jürgen Klinsmann nicht trösten. Als der französische Coach des englischen Topklubs FC Arsenal nach dem Abpfiff in die Kabine kam und den Fußballprofis der US-Nationalmannschaft zu einer guten Leistung gratulierte, bedankte sich US-Coach Klinsmann artig bei seinem Kollegen, unter dem er einst als Profi beim AS Monaco gespielt hatte. Für das Lob nach der 0:1 (0:0)-Niederlage beim ehemaligen Welt- und Europameister Frankreich konnte sich der frühere Bundestrainer aber nichts kaufen.

Ribery wurde ausgewechselt

„Insgesamt bin ich mit unserer Vorstellung sehr zufrieden. Denn wir waren mit den Franzosen die meiste Zeit auf Augenhöhe. Das Einzige, was uns gefehlt hat, war ein Tor. Das war heute der Unterschied“, resümierte ein enttäuschter Klinsmann nach dem Spiel. Die Franzosen, bei denen Bayern-Profi Franck Ribery nach einer ordentlichen Vorstellung in der 64. Minute ausgewechselt wurde, waren da vor 70.018 Fans im Stade de France weitaus effektiver. Loic Remy nutzte in der 72. Minute eine der wenigen guten Chancen für das Team von Laurent Blanc zum Siegtreffer.

„In der Pause habe ich den Jungens gesagt, dass sie rausgehen und locker weiterspielen sollen, denn ein Sieg war für uns heute möglich“, sagte Klinsmann hinterher und fügte an: „Ich bin sehr stolz auf mein Team, es hat bis zum Schluss alles versucht“. Unter dem Strich stand aber die vierte Niederlage des US-Teams im sechsten Spiel unter seiner Leitung. „Nun wollen wir es am Dienstag besser machen. Ich hoffe, dass sich meine Spieler dann für ihren Einsatz belohnen“, sagte der Weltmeister von 1990 und blickte bereits Richtung Jahresausklang in Slowenien, wo nach dem 1:0 gegen Honduras der zweiten Sieg unter Klinsmann perfekt gemacht werden soll.

Sextett aus der Bundesliga

Auch in Ljubljana vertraut Klinsmann wieder einem Sextett aus der Bundesliga. Gegen EM-Teilnehmer Frankreich standen Timothy Chandler (Nürnberg), Daniel Williams (Hoffenheim) und Steven Cherundolo (Hannover) in der Startelf, Fabian Johnson (Hoffenheim), der sein Debüt im US-Trikot feierte, Jermaine Jones (Schalke) sowie Edson Buddle vom Zweitliga-Schlusslicht Ingolstadt wurden eingewechselt.

Bei den seit 16 Spielen ungeschlagenen Les Bleues, für die Karim Benzema noch die Latte traf, war man trotz des knappen Erfolgen zufrieden. „Es war ein sehr intensives Spiel, das wir am Ende verdient gewonnen haben“, sagte Blanc, der aber auch feststellte: „Wir können viel besser spielen. Bis zur EM haben wir noch eine Menge zu tun.“