++++ Christoph Daum bleibt Trainer von Fenerbahce Istanbul. Der 56-Jährige wird seinen Vertrag beim türkischen Erstligisten erfüllen. Der Kontrakt läuft bis Ende Juni 2012. Nach dem Ende der vergangenen Saison war über ein vorzeitiges Ende der Zusammenarbeit spekuliert worden. „Ja, ich mache weiter“, sagte Daum dem Internetportal Morgenpost Online . „Wir haben uns darauf verständigt, den Weg weiter gemeinsam zu gehen. Ich bin gern in der Türkei und gern Trainer von Fenerbahce. Ich hoffe, dass wir zusammen Erfolg haben. Ich werde dafür alles tun, was in keinen Kräften steht.“ Daum, der am Mittwochabend von seinem Ferienhaus auf Mallorca nach Istanbul zurückgekehrt war, hatte in der vergangenen Saison noch am letzten Spieltag die Meisterschaft verpasst und musste Bursaspor, das vor dem letzten Spieltag einen Punkt hinter Fenerbahce gelegen hatte, den Vortritt lassen. Nach dem dramatischen Saisonfinale war es zu tumultartigen Szenen im Stadion von Fenerbahce gekommen. Fans hatten den Platz gestürmt, zudem war der Stadionsprecher, der einen falschen Zwischenstand vom Rivalen vermeldet hatte, verprügelt worden. Daum musste weit nach Mitternacht mit Begleitschutz aus dem Stadion geführt werden. „Die Sachen sind ausgeräumt. Jetzt blicken wir nach vorn. Es geht um die Zukunft des Vereins“, sagte Daum, dessen erster Arbeitstag am Freitag allerdings alles andere als gut begonnen hatte. Auf dem Gelände von Fenerbahce wird der-zeit renoviert, weshalb Daum sein Büro nicht nutzen konnte.Während ihm Co-Trainer Roland Koch auch künftig zur Seite steht, muss sich Torwarttrainer Holger Gehrke einen neuen Job suchen. Auf seine Arbeit wird im Verein offenbar keinen Wert mehr gelegt. ++++

++++ Gegen Nationalspieler Lukas Podolski wird nicht mehr wegen des Verdachts der Nötigung ermittelt. Die Ermittlungen seien mangels Tatverdachts eingestellt worden, sagte Oberstaatsanwalt Günther Feld am Freitag in Köln. Podolski war vorgeworfen worden, in der Kölner Innenstadt fast einen Rentner und dessen Frau angefahren zu haben. Dabei soll er angeblich gesagt haben: „Das nächste Mal fahre ich dich um.“ Nach einer Überprüfung sagte Feld jedoch dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Freitagsausgabe): „Der Sachverhalt hat sich nicht so dramatisch dargestellt.“ ++++

++++ Mittelfeldspieler Martin Lanig wechselt vom VfB Stuttgart zum 1. FC Köln. Die Bundesligisten haben sich nach langen Verhandlungen auf einen Transfer des 26-Jährigen geeinigt. Die Ablösesumme für Lanig, der wegen eines Kreuzbandrisses in der vergangenen Saison beim VfB nur einen Bundesliga-Einsatz absolviert hatte, dürfte etwas unterhalb der von Stuttgart ursprünglich geforderten Summe von einer Million Euro liegen. Lanig war im Juli 2008 vom Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth nach Stuttgart gewechselt und hat für die Schwaben bei insgesamt 27 Bundesliga-Einsätzen vier Tore erzielt. Nach seinem Kreuzbandriss zu Beginn der vergangenen Saison hatte er jedoch nicht mehr den Anschluss an die Bundesliga-Mannschaft von VfB-Trainer Christian Gross geschafft und war nur noch dreimal im Drittliga-Team aufgelaufen. ++++

++++ Zweitligist Hertha BSC steht vor der Verpflichtung von Stürmer Rob Friend . Wie diverse Berliner Zeitungen übereinstimmend berichten, hat sich der Klub mit dem Kanadier auf einen Vertrag über drei Jahre geeinigt. Hertha muss mit Friends derzeitigem Arbeitgeber Borussia Mönchengladbach noch die Höhe der Ablösesumme aushandeln. Der 29-jährige Friend besitzt am Niederrhein noch einen Vertrag bis 2012. ++++

++++ Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern hat den bulgarischen Stürmer Ilian Micanski verpflichtet . Der 24-Jährige spielte zuletzt beim polnischen Erstligisten Zaglebie Lubin und unterschrieb in der Pfalz einen Vierjahresvertrag, der für die Bundesliga und die 2. Liga gilt. Über die Ablösesumme vereinbarten beide Vereine Stillschweigen. ++++

++++ Bundesliga-Aufsteiger FC St. Pauli hat den auslaufenden Vertrag mit Abwehrspieler Davidson Drobo-Ampem um drei Jahre verlängert . Der 22 Jahre alte Deutsch-Ghanaer kam in der 2. Liga bislang zu 15 Einsätzen für die Hamburger. „Davidson ist ein talentierter Spieler aus den eigenen Reihen, den wir behutsam weiter aufbauen werden“, sagte dazu St. Paulis Sportchef Helmut Schulte. ++++

++++ Der ehemalige Nationalspieler Oliver Neuville setzt seine Karriere fort und wechselt von Bundesligist Borussia Mönchengladbach zum Zweitligisten Arminia Bielefeld . Die Ostwestfalen teilten am Freitag mit, dass der 37-Jährige einen Einjahresvertrag erhält. „Ich bin sehr froh, dass wir Oliver Neuville verpflichten konnten. Er weiß definitiv, wo das Tor steht und bürgt auch sonst für eine hohe Qualität im Offensiv-Bereich. Oliver wird mit seiner Erfahrung sicherlich ein ganz wichtiger Führungsspieler für unsere neue Mannschaft“, sagte Trainer Christian Ziege über den ersten Neuzugang. Neuville spielte in den Gladbacher Planungen für die neue Saison keine Rolle mehr, er sollte aber einen Posten im Nachwuchsbereich der Borussia übernehmen. Insgesamt bestritt Neuville 69 Länderspiele (10 Tore), 334 Bundesligaspiele (91 Tore) und 34 Zweitligaspiele (15 Tore). ++++

++++ Thomas Oral ist neuer Trainer des Regionalligisten RB Leipzig . Der 37-Jährige erhält einen Vertrag über drei Jahre und wurde am Freitag offiziell vorgestellt. „Das Ziel ist ganz klar der Aufstieg. Wichtig ist, dass wir gewinnen, da kann man nicht immer schönen Fußball spielen“, sagte Oral. Für Oral sprach vor allem dessen Vita. Der Franke hatte mit dem FSV Frankfurt sechs Aufstiege in Folge gefeiert und den Klub von der A-Klasse in die 2. Bundesliga geführt. Im Oktober 2009 war er bei den Hessen nach acht sieglosen Spielen zurückgetreten. Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, dass Felix Magath mittels des Vermögens von Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz in die Messestadt gelockt werden könnte. „Es hat Gespräche gegeben, aber es war nie wirklich ein Thema, dass er nach Leipzig kommt“, sagte RBL-Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer. Völlig erledigt ist das Thema aber offenbar noch nicht. Magath steht bei Schalke 04 noch bis 2013 unter Vertrag, so lange ist auch das Arbeitspapier von Oral gültig. Beiersdorfer gab sich vielsagend: „Das bei uns ist nicht Bundesliga oder Champions League, sondern Regionalliga.“ ++++

LaGa, dpa/sid/gm