1 Anime Ob in bewegtem Bild oder als Mangas in gedruckter Fassung – für viele sind die ebenso kunst- wie liebevoll erdachten Geschichten nicht nur Unterhaltung, sondern eine Lebenseinstellung. Man sollte jedoch der Sprache mächtig sein, will man sie in ihrer gesamten Schönheit genießen.

2 Sushi Roher Fisch, mit kaltem Reis, eingerollt in Seetang – für Sternekoch Johann Lafer waren sie ein Graus. Inzwischen bereitet der Österreicher die schmackhaften Happen sogar selbst zu. Ob Hoso-Maki, Futo-Maki oder Hutsuji-Maki – da ist für jeden etwas dabei. Hauptsache sie sind handgerollt.

3 Akira Kurosawa Wer „Die glorreichen Sieben“ sagt, der muss auch „Die sieben Samurai“ sagen. Das Meisterwerk des Regisseurs war Vorlage zum Western-Klassiker von John Sturges. Dass auch der Japaner klassische Werke verarbeitete, zeigt das Drama „Ran“, das Shakespeares „König Lear“ aufgreift.

4 Sumo Um die kunstvollen Frisuren der Kämpfer herzustellen, braucht es hochqualifizierte Friseure und jede Menge Zeit. Der Kampf selbst ist dann gern mal in wenigen Sekunden Geschichte. Gilt dies auch für die Frisur, muss der Haarkünstler jedoch um seinen Platz in der höchsten Liga bangen.

5 Noriaki Kasai Sich mit Ski eine Schanze runterzustürzen, ist allein schon reichlich gewagt. Es im zarten Alter von 46 Jahren zu tun, ist erst recht bemerkenswert. Zumal Kasai als erster Sportler bei acht Olympischen Spielen dabei war. Seiner erster Auftritt war 1992. Sonkei, wie wir Japaner sagen: Respekt.

6 Teezeremonie Wie stark japanische Zeremonien festen Ritualen unterliegen, wird hier deutlich. Gefäße müssen korrekt gedreht, Geräte in der richtigen Reihenfolge gereinigt und das Teehaus selbst schlicht gehalten werden. Und nein, der Teebesen ist nicht für die morgendliche Rasur zu benutzen.

7 Tokio Das akribische Aneinanderreihen von Fahrzeugen zählt zu den größten Kunstformen der japanischen Moderne. Auf Tokios Straßen haben sie diese unglaubliche Art der Raumnutzung perfektioniert. Bei Gefallen bitte dreimal hupen.

8 Hidetoshi Nakata Als David Beckham Japans genießt der ehemalige Fußball-Profi immer noch Kultstatus. Dass er seine Karriere mit nur 29 Jahren nach der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland beendet hat, haben ihm vor allem die weiblichen Fans sicher so schnell nicht verziehen.

9 Takeshi’s Castle Die Mutter aller verrückten Spielshows. Mit welcher Freude die Kandidaten gegen geschlossene Türen rannten, sich in modrige Tümpel stürzten oder auf seifigen Böden strampelten, führte auch hier zu erstaunlichen Einschaltquoten.

10 Kimono Wer nicht wirklich weiß, wohin mit Großmutters Vorhängen, kann sie sich auch als Kleidungsstück um den Körper wickeln und klemmen lassen. Tatsächlich folgt das traditionelle Kleidungsstück höchsten japanischen Ansprüchen. Übrigens: Bei Hochzeiten tragen auch Männer oft Kimonos.


