Nach der Fußball-Weltmeisterschaft hat die nervige Vuvuzela als Musikinstrument in unseren Breiten keine Zukunft. „Das ist selbstverständlich nur ein Scherzartikel“, sagte der Klavierdozent und Musikwissenschaftler Peter von Wienhardt. Derartige einfache Tröten habe es schon vor rund 2500 Jahren gegeben, sagte von Wienhardt, der an der Musikhochschule Münster lehrt. „Hannibal hat damit seine Truppen angekündigt. Das ist ein Terror-Instrument.“

Mit modernen Blasinstrumenten wie Trompete oder Posaune könne das gängige Vuvuzela-Modell nicht mithalten, schon weil es in der Regel aus Plastik ist. „Wenn Sie ein Metall-Mundstück auf einen Gartenschlauch setzen, wird jeder bessere Hornist in der Lage sein, darauf Mozarts Trompetenkonzert zu spielen“, sagte der Musikexperte. Mit einer Plastiktröte funktioniere das nicht. „Man trifft dann nicht die Obertöne.“ Der WM-Artikel habe auch keine Ventile. Von Wienhardts Urteil: „Die Vuvuzela ist nicht ernst zu nehmen.“