Füchse-Spielmacher Tobias Gröndahl blickt auf. Millisekunden später spielt er den Ball passgenau zwischen zwei Eisenachern hindurch. Der Ball berührt den Hallenboden einmal. Dann greift Welthandballer Mathias Gidsel zu – und wirft den Ball vorbei an Silvio Heinevetter ins Tor des ThSV Eisenach.

3796 Zuschauer sahen am Donnerstagabend in der Max-Schmeling-Halle, wie die Füchse Berlin die Gäste aus Thüringen im Achtelfinale des DHB-Pokals mühelos bespielten. 38:22 (22:12) gewannen die Berliner. Ein Kantersieg zur Erledigung der Pflichtaufgabe. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Weiterkommen im Pokal und noch glücklicher darüber, dass wir von Beginn an fokussiert waren,“ sagte Trainer Nicolej Krickau.

Füchse Berlin überragen, ThSV Eisenach machtlos

Während Eisenach die gesamte Anfangsphase des K.o.-Spiels verschlief, waren die favorisierten Hausherren tatsächlich sofort hellwach. Spätestens als der erneut herausstechende Gidsel einen Ball, der über das gesamte Spielfeld geflogen war, aus der Luft fischte, um ihn zum 6:0 in der siebten Spielminute ins leere Tor zu rollen, waren die Kräfteverhältnisse geklärt.

Die Brust der Füchse-Spieler wurde im Laufe der Partie immer breiter, während die Körpersprache der Eisenacher keinerlei Anzeichen zeigte, sich gegen die Berliner aufzulehnen. Nach nur 24 Minuten war der erste Zehn-Tore-Vorsprung (19:9) erreicht.

Lasse Andersson sorgt für einen kurzen Schockmoment

Kurzer und einziger Wermutstropfen des Abends blieb die 25. Minute: Rückraumshooter Lasse Andersson kam nach einem eigenen Wurf unglücklich auf und verdrehte sich das Knie beim Wiederaufkommen. Was schlimm aussah, war für den Dänen aber kein Problem. Zur zweiten Hälfte kehrte Andersson zurück aufs Spielfeld – und spielte, ohne dass ihm etwas anzumerken war.

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Krickau berichtete nach Spielende über die Situation um den Dänen: „Aus meinem Blickwinkel sah es zunächst gar nicht so schlimm aus. Und als ich dann sein Gesicht gesehen habe, war mir klar, dass er sich nicht verletzt hat.“

Füchse Berlin empfangen den THW Kiel zum Viertelfinale in der eigenen Halle

Der letzte Viertelfinalist der diesjährigen DHB-Pokal-Saison, der an diesem Abend in Berlin gesucht wurde, war somit gefunden. Wie schon vor genau 37 Tagen, als der ThSV Eisenach am sechsten Spieltag der Handball-Bundesliga in der Hauptstadt zu Gast gewesen war (35:23), hatten die Thüringer den Hausherren kaum etwas entgegenzusetzen.

Im Viertelfinale Mitte Dezember steht für die Füchse ein Heimspiel gegen den THW Kiel an – ein Gegner, gegen den die Hauptstädter erneut eine Top-Leistung abrufen müssen. Für Trainer Krickau ist dieses Duell aber noch in weiter Ferne: „Wir wissen noch nicht, wo wir bis dahin stehen werden, aber wir freuen uns natürlich, dass wir ein Heimspiel haben.“

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