Handball

Bissige Füchse auf dem Vormarsch

Die Füchse Berlin haben ihren schwachen Start überwunden und mit dem 31:26 (16:9) bei TBV Lemgo ihren dritten Sieg in Folge gefeiert.

Hans Lindberg war mit sieben Treffern erneut bester Werfer der Füchse.

Hans Lindberg war mit sieben Treffern erneut bester Werfer der Füchse.

Foto: Andreas Gora / picture alliance/dpa

Berlin. Die Füchse Berlin haben ihren enttäuschenden Saisonstart vergessen lassen und sind nach dem dritten Sieg in Serie in der Handball-Bundesliga auf dem Weg nach oben. Beim TBV Lemgo gewann die Mannschaft von Trainer Velimir Petkovic mit 31:26 (16:9) und machte in der Tabelle einen Sprung von Rang acht auf sechs. Gegen die wacker kämpfenden Westfalen um den Ex-Fuchs Bjarki Mar Elisson (sieben Tore) legten die Berliner den Grundstein für den Erfolg bereits in der ersten Halbzeit.

Milosavljev pariert drei Siebenmeter

„Ich habe immer gesagt, dass wir ein bisschen Zeit brauchen“, sagte Trainer Petkovic zufrieden, „Simon Ernst kommt langsam, bestimmt unseren Angriff, das gilt auch für Jacob Holm und Fabian Wiede. Das gibt mehr Qualität, und mit den Siegen wächst auch das Selbstvertrauen.“ Kapitän Hans Lindberg sprach von einer „hervorragenden Teamleistung. Wir haben seriös, konsequent gespielt und wenige Fehler gemacht, vor allem in der ersten Halbzeit“.

Die Gäste überraschten Lemgo mit einem Blitzstart: Schon nach zehn Minuten lagen sie mit 6:1 vorn. Dejan Milosavljev im Tor der Füchse nervte den Gegner mit seinen Paraden, allein zehn in der ersten Hälfte, im Angriff wurden von Lindberg, Mijajlo Marsenic, Simon Ernst, Paul Drux und Tim Matthes konzentriert die Chancen genutzt. Lemgo gelang es im weiteren Verlauf nie, diesen Rückstand auch nur annähernd aufzuholen.

Zeitstrafen setzen den Füchsen zu

Die Berliner, bei denen der sichere Siebenmeterschütze Lindberg mit sieben Toren einmal mehr bester Werfer war, bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Obwohl sie deutlich mehr Zeitstrafen kassierten als die Gastgeber. Die rieben sich am Torwart Milosavljev auf, der vor der Pause allein drei Siebenmeter abwehrte. „Das war heute eine richtig gute Leistung von ihm“, verteilte Petkovic ein Sonderlob. Die Füchse bewahrten in der Hektik die Ruhe, hatten beim 20:12 in der 37. Minute nach einem Treffer von Michael Müller ihren höchsten Vorsprung erreicht.

Selbst als der TBV gut zehn Minuten vor dem Ende noch einmal auf 20:24 herangekommen war, Zeitstrafen gegen Fabian Wiede, Matthes und Drux den Füchsen mächtig zusetzten, und obwohl Elisson den ersten Siebenmeter für sein Team verwandelte, hielt ihre Abwehr stand. Erneut zogen sie auf 28:21 davon (53. Minute), die Partie war entschieden. Neben Lindberg trafen Ernst (5), Marsenic und Holm (je 4) am besten.