Handball

Füchse schrammen haarscharf an Pokal-Blamage vorbei

Die Füchse Berlin haben sich mit Mühe für das deutsche Pokal-Achtelfinale qualifiziert. Gegen Zweitligist Lübbecke siegten sie 23:21 (12:12).

Paul Drux und seine Kollegen hatten gegen den Zweitligisten N-Lübbecke weit mehr Probleme als erwartet.

Paul Drux und seine Kollegen hatten gegen den Zweitligisten N-Lübbecke weit mehr Probleme als erwartet.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Das Erreichen des Final Four um den DHB-Pokal hat Handball-Bundesligist Füchse Berlin in den vergangenen Tagen wiederholt als eines seiner Saisonziele formuliert. Wenn sich jedoch die Mannschaft von Trainer Velimir Petkovic nicht gehörig steigert, wird es schwer, dieses Ziel zu erreichen – egal, wer der Gegner ist. Denn ihre Leistung in der ersten Runde war schon sehr enttäuschend.

Zwischenspurt zum 15:12 hilft nicht weiter

Im Finale des Viererturniers in Spenge/Westfalen setzten sich die Füchse einen Tag nach dem lockeren 35:22 gegen HSG Krefeld nur mit großer Mühe 23:21 (12:12) gegen einen weiteren Zweitligisten durch, den TuS N-Lübbecke. Kapitän Hans Lindberg, mit zehn Treffern einmal mehr bester Werfer seines Teams, gab zu: „Wir sind heute sicherlich auch etwas glücklich weitergekommen. Allerdings war Lübbecke ein wirklich schwerer Gegner.“

Nach sehr ausgeglichener erster Halbzeit schien sich nach der Pause alles zum Guten zu wenden für die Berliner. Paul Drux und zweimal Lindberg brachten die Füchse 15:12 in Führung. Der starke Torhüter Silvio Heinevetter verunsicherte zudem den Außenseiter mit einigen starken Paraden. Aber viel zu schnell schaffte Lübbecke nicht nur den Anschluss, sondern glich auch zum 15:15 aus.

Dramatik in der Schlussminute

Von da an war es ein Nervenspiel. Keiner der Kontrahenten schaffte es bis kurz vor Schluss, einen Zwei-Tore-Vorsprung herauszuarbeiten. Als Lindberg drei Minuten vor dem Ende beim Stand von 21:21 gar einen Siebenmeter vergab, standen die Westdeutschen dicht vor einer Sensation.

Dann aber leistete sich Lübbecke einen Ballverlust, Fabian Wiede nutzte die Gelegenheit zum 22:21. Eine Minute vor Schluss traf Peter Strosack nur den Pfosten des Füchse-Tores, und 15 Sekunden vor dem Ende verwandelte Lindberg den letzten Siebenmeter der Partie zum 23:21. „Gegen Ende rettet uns der Steal und der Siebenmeter von Hans“, sagte Paul Drux, „jetzt gilt es in den nächsten Spielen, uns in der letzten Konsequenz in der Defensive und im Angriff zu steigern.“