Handball

Füchse kassieren bittere Heimpleite gegen Göppingen

Die Füchse verlieren beim 29:33 gegen Göppingen erstmals seit November ein Heimspiel und sind in der Bundesliga nur noch Sechster.

Füchse-Trainer Velimir Petkovic hatte vor allem in der zweiten Halbzeit viel Redebedarf

Füchse-Trainer Velimir Petkovic hatte vor allem in der zweiten Halbzeit viel Redebedarf

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Hans Lindberg warf den feiernden Göppingern einen fassungslosen Blick zu. Der Kapitän der Füchse Berlin wollte und konnte nicht verstehen, was da passiert war. Wie sein Team am Donnerstagabend mit 29:33 (15:13) gegen Frisch Auf Göppingen verlieren konnte. „Wir spielen okay, kämpfen uns zurück und dann sowas“, sagte der dänische Weltmeister.

6424 Zuschauer hatten mit ansehen müssen, wie der Berliner Handball-Bundesligist 20 Minuten brauchte, um sich heranzuarbeiten. Frederik Simak, der trotz seiner Schulterverletzung überraschend im Kader der Berliner stand, traf zum fast schon erlösenden 9:9 (21. Minute). Ehe Lindberg selbst sein Team im Alleingang mit drei Toren in Führung brachte (12:9/25.).

Das Leistungshoch überstand aber die 15 Minuten Halbzeitpause nicht. Nach Wiederanpfiff drehten die Gäste aus Baden-Württemberg auf und ließen die Füchse mit einem Vier-Tore-Lauf erneut hinter sich (15:17/35.). „Die kämpferische Komponente war heute entscheidend. Das war eine verdiente Niederlage“, sagte Trainer Velimir Petkovic.

Füchse mit wackeliger Defensive

Wieder einmal waren es zu viele technische Fehler und eine ohne den erkrankten Abwehrchef Jakov Gojun wackelige Deckung, mit denen die Berliner das Spiel aus der Hand gaben. „Da bringen wir uns um die Lorbeeren, die wir verdient gehabt hätten“, sagte Rückraumspieler Paul Drux.

Nach zuletzt fünf Heimsiegen in Folge mussten die Berliner damit die erste Bundesliga-Niederlage in der Max-Schmeling-Halle seit Mitte November (24:26 gegen Melsungen) hinnehmen. Damit nicht genug. Das Team von Velimir Petkovic rutschte auch noch auf den sechsten Tabellenplatz ab. Die Träume, auch in der nächsten Saison international zu spielen, geraten so in Gefahr.

„Wir haben jetzt aber keine Zeit, uns groß zu ärgern“, sagte Lindberg. Schon am Sonnabend (20 Uhr/DAZN) wartet in St. Raphael der Kampf um den Gruppensieg im EHF-Pokal.