Handball

EHF-Pokal wird für Füchse zur großen Belastungsprobe

Die Berliner müssen nur 41 Stunden nach der Niederlage gegen Melsungen in Aalborg antreten.

Auf die Füchse um Youngster Frederik Simak (M.) wartet in Aalborg der dänische Tabellenführer.

Auf die Füchse um Youngster Frederik Simak (M.) wartet in Aalborg der dänische Tabellenführer.

Foto: nordphoto / Engler / picture alliance / nordphoto

Berlin.  Grund zum Abheben haben die Füchse nach der jüngsten Niederlage gegen Melsungen (24:26) gerade eher wenig. Dass das allerdings auch für die Reise nach Dänemark gilt, sorgte am Freitagmittag für Unmut beim Handball-Bundesligisten. Weil die Airline vergessen hatte, eine Crew für den Flug der Berliner nach Aarhus bereitzustellen, musste das Team am Flughafen Tegel knapp zwei Stunden ausharren. Erst dann ging es Richtung Norden, wo die Füchse im EHF-Pokal gegen Aalborg AB am Sonnabend (13.30 Uhr, ehftv.com) ihre Mission Titelverteidigung starten wollen.

Die Verspätung hätten die Berliner verschmerzen können, wenn die Ansetzung der Partie nicht sowieso schon für Ärger gesorgt hätte. „Wenn man unter Sportfreunden arbeitet, legt man kein Spiel auf 13.30 Uhr, wenn man weiß, dass man am Donnerstag davor erst nach 23 Uhr im Bett ist. Das ist kein fairer Zug unserer Freunde aus Dänemark“, sagte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning. Zumal die weiteren Pokalpartien am Sonnabend erst um 16 Uhr und später angepfiffen werden.

Im Heimspiel soll der Einzug in die Gruppenphase her

Den Berlinern wäre eine spätere Ansetzung vor allem angesichts ihrer personell sowieso schon dünnen Besetzung entgegengekommen. „Wir haben durch die vielen Verletzten die Situation, dass wir die Spieler zu oft und zu lange einsetzen müssen“, sagte Hanning. Und jetzt wartet mit Aalborg in der dritten Runde des EHF-Pokals auch das vermeintlich härteste Los.

„Vielleicht haben sie normalerweise nicht die Breite im Kader wie wir, aber gerade haben sie viel mehr Breite“, sagte Johan Koch. Der dänische Kreisläufer weiß angesichts der zehn Verletzten im Team um die Schwierigkeit der bevorstehenden Aufgabe. „Vielleicht ist Aalborg deshalb auch der kleine Favorit gegen uns“, sagte Koch. Zumal Aalborg Tabellenführer der dänischen Liga und in eigener Halle ungeschlagen ist. Für die Füchse wird es also darauf ankommen, den Schaden auswärts so gering wie möglich zu halten, um dann im Rückspiel mit der Unterstützung der eigenen Fans am 25. November (15 Uhr, Max-Schmeling-Halle) den Einzug in die Gruppenphase perfekt zu machen.

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