Handball

Füchse verlieren zwei Spieler und das WM-Finale

Zachrisson und Wiede verletzen sich bei der 24:29-Niederlage gegen Barcelona.

Rechtsaußen Mattias Zachrisson (l.) könnte den Füchsen lange fehlen.

Rechtsaußen Mattias Zachrisson (l.) könnte den Füchsen lange fehlen.

Foto: Andreas Gora / picture alliance / Andreas Gora

Doha.  Auf dem Trikot mit der Nummer zehn war kein Name mehr zu lesen. Die Füchse Berlin hatten sich an Barcelonas Kreisläufer Cédric Sorhaindo also gehörig abgearbeitet. Am Ende ohne Erfolg. Die Berliner unterlagen im Finale des Super Globe, der inoffiziellen Klub-WM in Doha, dem Titelverteidiger FC Barcelona mit 24:29 (12:13).

„Wir waren heiß und motiviert, das Wunder zu schaffen. Aber man hat gemerkt, dass Barcelona eine Weltklasse-Mannschaft ist, die jeden Fehler bestraft“, sagte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning. Dabei war es 20 Minuten ein Duell auf Augenhöhe gewesen, in dem die Füchse nach zehn Minuten sogar mit zwei Toren in Führung gehen konnten (6:4). Kurz nach Beginn der zweiten Hälfte schlichen sich dann aber Ungenauigkeiten ins Spiel der Berliner. Zahlreiche Fehlwürfe ließen die Spanier auf acht Tore davonziehen (16:24). Ein Abstand, den der Handball-Bundesligist nicht mehr aufholen konnte. „Die erste Halbzeit war eine der besten Halbzeiten, die wir bisher gespielt haben. In der zweiten Halbzeit hat einfach die Kraft gefehlt“, sagte Trainer Velimir Petkovic. Die vier Spiele in den vergangenen sechs Tagen hatten Spuren hinterlassen – und werden es auch noch die nächsten Wochen tun.

Füchse reisen mit vier Verletzten zurück nach Deutschland

Denn die Niederlage war nicht die schlechteste Nachricht an diesem Freitagabend in Katar. Rechtsaußen Mattias Zachrisson knickte in der 41. Minute ohne Fremdeinwirkung um. Spielmacher Fabian Wiede konnte nach einem Kontakt kurz vor dem Ende nicht mehr auftreten. „Das ist nahezu eine Katastrophe“, sagte Hanning.

Nach Kevin Struck im Viertelfinale (Bänderriss) und Christoph Reißky im Halbfinale (Innenbandriss im Knie) nun also die Verletzten Nummer drei und vier im Finale – eine schmerzhafte Tradition. Beide Spieler wurden noch am Freitagabend ins Krankenhaus gebracht. Untersuchungen sollten Aufschluss darüber geben, wie lange sie dem Team fehlen werden.

Die Prämie von 200.000 Dollar für den zweiten Platz wird wohl nur ein kleines Trostpflaster für die Verletzungswunden sein, die sich die Füchse in Doha geholt haben. Denn Zeit, um diese Wunden zu lecken, bleibt nicht. Am Sonnabendmorgen ging es zurück nach Deutschland. Schließlich steht am Sonntag (13.30 Uhr, Sky) das Bundesliga-Topspiel bei den Rhein-Neckar Löwen an. Spiel fünf in acht Tagen.