Johan Koch brachte es auf den Punkt: „Das war heute ein harter Kampf“, sagte der Kreisläufer der Füchse Berlin. Ihm und seinen Mannschaftskollegen war die Erleichterung nach dem Schlusspfiff anzusehen. Das 30:26 (14:14) bei den Eulen Ludwigshafen hatte sich der Handball-Bundesligist am Sonntag mühsam erarbeitet. Mit jeweils sieben Treffern waren Rechtsaußen Mattias Zachrisson und Spielmacher Fabian Wiede maßgeblich am fünften Bundesliga-Sieg in Serie beteiligt.
„Ich bin froh, dass wir beide Spiele gewonnen haben. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, sagte Geschäftsführer Bob Hanning. Erst in der 34. Minute waren die Berliner durch Linksaußen Kevin Struck zum ersten Mal in Führung gegangen. „In den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit haben wir gezeigt, dass wir die bessere Mannschaft sind“, sagte Koch.
Trainer Petkovic fehlen die Alternativen
Gastgeber Ludwigshafen ließ sich davon und von einem 5:0-Lauf der Füchse allerdings wenig beeindrucken. Die Gastgeber kämpften sich immer wieder ran, glichen nach knapp 50 Minuten sogar erneut aus. „Jeder hat erwartet, dass es zwei leichte Spiele werden. Aber langsam sehen wir, dass uns im Kader die Alternativen fehlen“, sagte Füchse-Trainer Velimir Petkovic, „da waren viele müde Beine unterwegs.“ Tatsächlich standen in Ludwigshafen genau die zehn Spieler auf dem Feld, die schon am Donnerstag in Bietigheim (36:28) den Sieg gesichert hatten.
Doch nachdem sich nun auch Rückraumspieler Paul Drux zum vier Mann starken Lazarett der Füchse gesellt hat, bleibt dem Coach nicht viel anderes übrig, als seinem verbliebenen Stammpersonal zu vertrauen. Und dem gelang es erst in den letzten zehn Minuten, als für Torhüter Silvio Heinevetter ein zusätzlicher Feldspieler in die Partie kam, den Gegner abzuschütteln. „Wir müssen 60 Minuten kämpfen. Jede Minute, jeder Spieler, um jeden Ball“, forderte Trainer Petkovic. Seine Mannschaft kann am Sonntag gegen den TBV Lemgo (13.30 Uhr, Schmeling-Halle) beweisen, dass sie genau das kann.


