Wie lange noch? Das war eine legitime Frage. Sogar in zweierlei Hinsicht. Einmal ließ sie sich auf die Serie der Eisbären Berlin beziehen. Einmal aber ebenso auf den Torhüter des Meisters der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Der hatte zwei Partien oder ein Wochenende ohne Gegentore hinter sich. Auch insgesamt lag Jonas Neffin mit nur einem Gegentreffer in fünf Spielen außerordentlich gut im Rennen. Was viele zu Spekulationen über die Fortdauer seiner Heldentaten animierte.

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Nun, die gegentorlose Zeit endete im Duell mit Red Bull München in der Uber Arena schnell. In Minute vier traf der Tabellenvierte bereits. Nach 172 Minuten musste Neffin damit erstmals wieder einen Puck passieren lassen. Da er noch drei weitere Treffer kassierte, tangierte das die Serie des Spitzenreiters. Der verlor vor 14.200 Zuschauern nach ligaübergreifend acht Siegen wieder beim 3:4 (2:1, 0:1, 1:2) gegen die Bayern.
Eisbären Berlin kennen nächste CHL-Termine
Nach dem Sieg gegen Klagenfurt (2:1) in der Champions Hockey League bekamen die Berliner vor der Partie bereits ihre nächsten Aufgaben. Im Achtelfinale der Königsklasse sind die Spiele gegen KooKoo Kouvola nun terminiert. Am 10. November reist der EHC nach Finnland. Am 18. November findet das Rückspiel in Berlin statt, wo der EHC am Mittwoch auf Brandon Davidson, Mitch Reinke und Gabriel Fontaine hatte verzichten müssen. Gegen München waren die Verteidiger Davidson und Reinke wieder dabei.
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Die Bayern darben seit drei Jahren ein wenig in der DEL, waren nie besser als Vierter in der Hauptrunde und kamen nicht weiter als bis in das Halbfinale. Das genügt den Ansprüchen nicht und soll sich diese Saison ändern. Deshalb holten sie Nationalspieler Dominik Kahun, der gleich zum besten Torjäger (fünf Treffer) avancierte. In Berlin fehlte er allerdings ebenso wie Chris DeSousa, womit wichtige Teile der Münchner Offensive nicht dabei waren.
Eisbären Berlin mit Toren von Ronning und Kirk
Daher unterbrach in Ryan Murphy ein Verteidiger mit einem satten Schlagschuss die Serie von Neffin. Allerdings hatte 13 Sekunden zuvor Ty Ronning für den EHC getroffen. Nachdem die Eisbären eine lange Unterzahlphase nach einer Spieldauerstrafe gegen Frederik Tiffels (Stockcheck) überstanden hatten, präsentierte sich der EHC lauffreudig, spielte mit viel Zug zum Tor. Das wurde mit dem 2:1 durch Liam Kirk belohnt (18.). „Wir müssen in ein paar Bereichen noch etwas schneller spielen“, monierte er anschließend.
Denn die Gäste arbeiteten hernach aggressiver in den Zweikämpfen und stellten den Meister vor Probleme. Nach dem Ausgleich durch Taro Hirose (21.) hatten die Bayern viele gute Momente vor dem EHC-Tor. Während die Berliner ihren Spielfluss mehr und mehr einbüßten. In Unterzahl gerieten sie schließlich in Rückstand nach einem Treffer von Elis Hede (49.). Ein Konter von Yasin Ehliz (58.) besiegelte das Schicksal an diesem DEL-Abend, an dem Jonas Neffin so viele Gegentore wie noch nie bei den Eisbären hinnehmen musste. Und Kirks zweiter Treffer (60.) am Serienende des Teams auch nichts änderte.





