Spiele in der Fremde sind grundsätzlich etwas, was den Eisbären Berlin liegt. Ein Problem gab es zuletzt allerdings dennoch. Die erste Auswärtspartie einer Play-off-Serie ging ziemlich daneben. Das war im Viertelfinale gegen Straubing (1:5) nicht anders als im Halbfinale gegen Köln (1:5). Optimal ist so etwas natürlich nicht, es mindert die Aussichten, erhöht den Druck.

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Daraus abgeleitet hat sich der Titelverteidiger der Deutschen Eishockey Liga (DEL) offenbar etwas vorgenommen für das Finale. Dieses begann am Freitagabend bei den Adlern Mannheim. Im Duell mit dem großen Rivalen machten die Eisbären ihr Manko wett und traten bei der ersten Vorstellung bei den Kurpfälzern wesentlich wacher auf. Das resultierte in einem 7:3 (3:0, 2:0, 2:3). Damit führen die Berliner in der „Best of seven“-Serie mit 1:0. Am Sonntag geht es in der Uber Arena weiter (16.30 Uhr, MagentaSport).
Eisbären Berlin zum vierten Mal in Folge gegen Mannheim
Als die Nationalhymne wie vor jedem Finalspiel üblich intoniert wurde, strotzten die Adler noch vor Selbstvertrauen. Eine starke Saison mit Hauptrundenplatz zwei und ein bislang souveränes Play-off erlaubte ihnen das. Es erlaubte ihnen auch, sich einerseits der Titelsehnsucht hinzugeben. Andererseits dem Verlangen, nach vielen vergeblichen Versuchen wieder eine Play-off-Serie gegen die Berliner zu gewinnen.
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Zum vierten Mal in Folge treffen die Eisbären bei ihren Play-off-Teilnahmen auf den Klub, der zum größten Rivalen in der Liga geworden ist: einmal im Viertelfinale, zweimal im Halbfinale, jetzt in der Endspielserie. Insgesamt sieben der bislang zehn Serienduelle in der K.o.-Phase gewann der EHC, alle hintereinander. Darüber hat sich viel angestaut bei den Mannheimern, die zuletzt 2019 Meister wurden.
Das wollten sie nun rauslassen, ihre Saison krönen. Sie begannen auch schwungvoll, drängten die Berliner in die Defensive. Doch dem Team von Trainer Serge Aubin, der gegenüber dem letzten Spiel in Köln nichts veränderte, tat das nicht weh. Die Adler wollten, aber die Eisbären ließen kaum etwas durch. Dafür fokussierten sie sich auf die Ausführung ihrer Angriffe. Daraus entstand etwas Erstaunliches.
Die Final-Termine der Eisbären Berlin
- Dienstag, 28.04., 19.30 Uhr, in Mannheim
- Donnerstag, 30.04., 19.30 Uhr, in Berlin
Lediglich sechs Schüsse gab der EHC im ersten Drittel ab, die Hälfte davon saß. In Überzahl traf zunächst Liam Kirk (8.). Dann staubte Jean-Sébastien Dea mit seinem ersten Play-off-Treffer ab (11.). Schließlich legte Lester Lancaster per Konter nach (19.). Die meisten der 13.600 Zuschauer in der SAP Arena waren ebenso geschockt wie die Spieler der Adler. Die Berliner brillierten mit Effizienz, ebenso mit einer souveränen Abwehrarbeit.
Eisbären Berlin lassen vieles ganz leicht wirken
Dass sie noch mehr draufhaben, zeigten sie danach. Nun verlagerten sie das Spiel in die Offensive, verbrachten viel Zeit an der Scheibe. Sie dominierten die Partie und erhöhten durch Ty Ronning (35.) sowie Markus Vikingstad (36.). Während bei den Berlinern vieles spielerisch leicht wirkte, wuchs bei den Adlern der Ärger.
Kurz auch etwas Hoffnung, nachdem Kris Bennet (42.) und Alexander Ehl (48.) verkürzt hatten sowie EHC-Kapitän Kai Wissmann nach einem Check mit einer Spieldauerstrafe in die Kabine musste. John Gilmour traf noch zum 5:3 (56.), doch Marcel Noebels (57.) und Kirk (58.) stellten den perfekten Serienauftakt in der Fremde für den EHC sicher.





