In Friedrichshain haben Vermummte einen Reisebus mit Fans der Kölner Haie angegriffen. Der Übergriff passierte gegen 17 Uhr an der Mühlenstraße, so ein Sprecher der Polizei. Die Fans waren auf dem Rückweg vom Eishockeyspiel Eisbären Berlin gegen Kölner Haie in der Uber Arena.

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Etwa 20 bis 30 Maskierte stürmten laut Polizei auf die Fahrbahn. Sie schlugen mit Fahnenstangen, Fäusten und Glasflaschen auf den Bus ein. Außerdem öffneten sie die unteren Staufächer und stahlen Fanartikel, darunter Trommeln und Fahnen. Dann rissen sie die Türen auf und drangen in den Bus. Ein Fahrgast wurde durch einen Flaschenwurf verletzt.

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Zivilkräfte der Polizei direkt am Tatort

Zivilkräfte der Berliner Polizei fuhren zum Tatzeitpunkt hinter dem Bus. Als sie sich zu erkennen gaben, zog sich die vermummte Gruppe zu Eisbären-Fans an den Fanbögen gegenüber zurück und wechselte die Kleidung.

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Mit Unterstützung weiterer Kräfte hielt die Polizei insgesamt 92 Personen an und überprüfte sie. Aus der Ansammlung der EHC-Eisbären-Fans wurden die zuvor gestohlenen Gegenstände an die Einsatzkräfte übergeben. Alle Kontrollierten kamen danach wieder auf freien Fuß. Die Polizei ermittelt nun wegen besonders schweren Landfriedensbruchs.

Eisbären-Geschäftsführer Thomas Bothstede reagiete am Montag mit einem Statement auf den Vorfall: „Wir entschuldigen uns zutiefst bei den Kölner Haien und ihren Fans, sowie bei allen Insass*innen des überfallenen Fanbusses. Wir nehmen die Vorfälle sehr ernst. Die Eisbären Berlin und die übrigen Fangruppierungen distanzieren sich deutlich von diesen Taten. Wir lehnen Gewalt in jeglicher Form ab und verurteilen den Angriff aufs Schärfste. Diese Taten stehen im kompletten Widerspruch zu unseren Werten und unserer DNA und derer unserer Fans. Eishockey ist und bleibt ein Sport für die ganze Familie und solche Taten haben dort nichts, aber auch gar nichts, zu suchen. Ich bitte darum, nicht alle Eisbären-Fans über einen Kamm zu scheren. Wir werden in der Aufarbeitung null Toleranz walten lassen“, ließ sich Bothstede auf der Homepage der Eisbären zitieren.

Die folgenden Partien der Halbfinalserie gegen die Kölner Haie werden nun als Risikospiele eingestuft. Damit geht ein deutlich erhöhtes Polizeiaufgebot im Umfeld der Spiele einher.

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