Am Internationalen Tag des Eisbären, der am Freitag war, an dessen schwierige Lebensumstände zu erinnern, macht Sinn. Viel zu warm wird es in der Arktis, sein Lebensraum ist bedroht. Doch in der Hauptstadt gibt es ein Habitat zum Wohlfühlen, in der Uber Arena sind die Eisbären Berlin zu Hause. Die mögen es etwas wärmer, daher geht es ihnen etwas besser als ihren tierischen Namensgebern. Doch die Eishockeyprofis haben es gerade auch nicht einfach.

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Nach dem Fehlstart in die Schlussphase der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Mittwoch gegen Straubing (2:3) trat der Titelverteidiger am Freitag gegen die Iserlohn Roosters an. Vor den 14.200 Besuchern in der ausverkauften Arena gelang den Berlinern ein 5:2 (1:1, 1:0, 3:1), mit dem der Siebte in der Tabelle bis auf einen Punkt an Bremerhaven auf Rang sechs rückt. Die Norddeutschen sind am Sonntag der nächste Gegner der Eisbären.

Eisbären Berlin wieder mit Müller und Lancaster

Für die Berliner war es wichtig, im Rennen um den direkten Viertelfinalplatz in Schwung zu kommen. Deshalb stellte Trainer Serge Aubin viel um. Da er Jonas Müller und Lester Lancaster wieder zur Verfügung hatte, verzichtete er zudem auf den schwachen Jean-Sébastien Dea und Eric Mik (angeschlagen). Das Team hatte auf jeden Fall genug Antrieb, die Eisbären spielten im Auftaktdrittel meist in eine Richtung. Allerdings blieben gute Torszenen selten.

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Erst in Überzahl gelang Marcel Noebels der Führungstreffer (16.). Doch den glich der Zwölfte durch Christian Thomas aus (20.). Zwar konnte Liam Kirk schnell das 2:1 erzielen dank eines Konters (22.), die Partie aber wurde eher schwieriger für den Titelverteidiger. Iserlohn deckte die eigene Zone besser ab, lief mehr und wurde gefährlich. Ein geordneter Aufbau gelang dem EHC daher nicht immer in der nun abwechslungsreichen Partie.

Eisbären Berlin mit zwei Treffern von Lancaster

In dieser strebten die Gäste danach, sich nach dem Erfolg am Mittwoch in Nürnberg (4:1) noch Platz zehn und dem Pre-Play-off zu nähern. Entsprechend verbissen ging es im letzten Abschnitt zu. Auf das 3:1 von Lancaster (42.) folgte schnell der Anschluss in Überzahl durch Colin Ugbekile (44.). Die Meister hielt die Sauerländer jedoch auf Distanz. Erneut Lancaster traf zum 4:2 (51.), Markus Vikingstad erhöhte mit der Schlusssirene noch auf 5:2 (60.) Beide verhalfen den Berlinern passend zum Internationalen Tag des Eisbären zum Sieg.