Was die Anzahl der Heimauftritte angeht, ist der Januar ein Monat, der den Fans der Eisbären Berlin viel abverlangt. Lediglich drei von zehn Partien wurden in der Uber Arena angesetzt. Um so wichtiger war aus Sicht des Klubs, diese Spiele ansprechend zu gestalten. Nach den ersten beiden Partien zu Beginn des Monats fiel das Fazit zwiespältig aus. Das dritte Heimspiel gegen den ERC Ingolstadt konnte diese Wahrnehmung also entscheidend beeinflussen.

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Die Mannschaft des EHC trug diesen Ansporn unverkennbar aufs Eis. Zwar funktionierte nicht alles perfekt vor den 14.200 Besuchern, doch der Rekordmeister der Deutschen Eishockey Liga (DEL) kämpfte. Das reichte gegen eines der Spitzenteams zu einem 2:1 (0:0, 1:1, 1:0) für die Eisbären, die damit in der Tabelle auf den wichtigen sechsten Platz sprangen.
Eisbären Berlin mit gleich sechs Ausfällen
Bei den Berlinern, das konnte man in den vergangenen Wochen durchaus heraushören, wächst langsam die Ungeduld. Zu schleppend läuft der Prozess des sich steten Verbesserns. Eher bleibt oft nur festzuhalten, dass dieser Prozess sogar stockt. Was unter anderem daran liegt, dass die Herausforderungen nicht weniger werden. Der nächste langfristige Ausfall unterstreicht das. Zwei Spieler, Blaine Byron und Patrick Khodorenko, fehlen nun bis zum Saisonende.
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Das allein mag noch zu verschmerzen sein, doch neben den beiden schon länger verletzten Manuel Wiederer und Markus Vikingstad mussten gegen Ingolstadt auch Yannick Veilleux (gesperrt) und Markus Niemeläinen (krank) zuschauen. Auf sechs Profis musste Trainer Serge Aubin also verzichten, überwiegend mit drei Reihen spielen. Das fördert eher den Verschließ, drückt meist das Tempo und ist gegen einen offensivstarken Kontrahenten wie die Oberbayern ein Nachteil.
Der wirkte sich zunächst nicht sonderlich aus. Optisch befanden sich die Eisbären sogar mehr im Angriff, allerdings brachten sie den Puck nicht besonders oft aufs Tor. Dies gelang den Gästen deutlich besser, was beim treffsichersten Team der Liga nicht überrascht. Der erste Jubel brandete dennoch bei den Berlinern auf, als Ty Ronning etwas Platz bekam und diesen gleich nutzte (21.).
Eisbären Berlin gehen dank Noebels als Sieger vom Eis
Von Revanche wurde vor der Partie geredet, gut vier Wochen zuvor hatte der EHC in Ingolstadt 5:8 verloren und die eigenen Defizite offengelegt bekommen. An sich schien so eine Revanche unter den gegebenen Umständen eher unwahrscheinlich, und der Vierte glich auch schnell aus durch den völlig freien Johannes Krauß (24.). Doch die Berliner schafften es, keinen großen Angriffsdruck des ERC zuzulassen.
Daher entwickelte das Spiel eine mehr und mehr kämpferische Note. Schnelle Angriffe wechselten sich mit verbissenen Duellen an den Banden ab. Für die Eisbären eine Wendung, die ihnen angesichts der vielen Ausfälle entgegenkam gegen die mit vier Reihen agierenden Süddeutschen. In jedem Fall präsentierten sich die Berliner, die Sonntag nach Frankfurt (16.30 Uhr, MagentaSport) müssen, energischer als zuletzt in Wolfsburg (2:5) und wurden dafür mit dem 2:1 durch Marcel Noebels (57.) belohnt: und mit dem Sieg.





