Eisbären Berlin

Eisbären verlieren trotz starken Schlussspurts

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Marcel Stein
Eisbären-Stürmer Lukas Reichel (l.) im Duell mit dem Kölner Pascal Zerressen.

Eisbären-Stürmer Lukas Reichel (l.) im Duell mit dem Kölner Pascal Zerressen.

Foto: Andreas Gora / dpa

Die Eisbären Berlin holen gegen die Kölner Haie kurz vor dem Ende drei Tore auf, unterliegen aber 4:5 nach Verlängerung.

Berlin. Aus der Berliner Perspektive wirkte das Kölner Ansinnen wunderlich. Die Haie holten kürzlich Colin Smith aus Ingolstadt, um ihre Offensive zu verstärken. Jenen Smith, den sie bei den Eisbären im Sommer nach einer Saison in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) nicht mehr haben wollten. Smith verhielt sich entsprechend der Berliner Perspektive auch unauffällig, als die Haie am Nikolaustag bei den Eisbären gastierten. Andere Kölner aber taten das nicht, so dass die Berliner 4:5 (1:2, 0:2, 3:0, 0:1) nach Verlängerung unterlagen. Sie verloren damit sogar erstmals in dieser Saison zwei Heimspiele in Folge.

Während Smith auch nach fünf Spielen im Trikot der Haie mit Punkten kaum in Erscheinung tritt, läuft es beim Team von Trainer Mike Stewart trotzdem immer besser. Die Rheinländer haben mit dem Sieg in der mit 14.200 Zuschauern ausverkauften Mercedes-Benz Arena in der Tabelle mit den Berlinern gleichgezogen und liegen hinter diesen nun auf Platz fünf.

Drei Treffer der Eisbären in vier Minuten

Zwischen beiden Klubs gibt es einige Parallelen in dieser Saison. Sowohl die Eisbären als auch die Haie traten mit neuen Trainern an. In Kombination mit den Neugestaltungen der Kader brauchten die Mannschaften lange, um sich zu finden. Von den ersten zehn Spielen gewannen die Haie nur zwei, hingen lange im unteren Drittel der Tabelle fest. Der EHC war sogar kurzzeitig Letzter, doch als das System von Trainer Serge Aubin griff, ging es aufwärts. Ebenso passierte es bei den Kölnern, die zuletzt vier Spiele in Folge gewannen.

In Berlin sah es bald nach dem nächsten Erfolg aus. Ryan McKiernan brachte den EHC in Front (7.), doch danach zeigten die Eisbären defensive Schwächen. Vor dem eigenen Tor wurde nicht konzentriert genug gearbeitet. Zach Sill (8.) und Marcel Müller (17.) drehten das Spiel noch vor der ersten Pause. Benjamin Hanowski in Überzahl (31.) und Jason Bast (36.) nutzten ihre Freiräume ebenso, während die Eisbären mit ihrem Kombinationsspiel immer öfter in der Kölner Defensive steckenblieben. Ein später Überzahltreffer von Mark Olver (53.) brachte noch einmal etwas Spannung, zumal Louis-Marc Aubry kurz darauf auf 3:4 verkürzte (55.). James Sheppard gelang in dem verrückten Schlussspurt sogar der Ausgleich (57.). In der Verlängerung aber traf Lucas Dumont zum Sieg für die Kölner (64.).

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