Eisbären Berlin

Das sind die neuen Regeln in der DEL

Es gibt jetzt mehr U23-Spieler, und der Stock darf dem Kollegen wieder zugeschoben werden. Einige Regeln in der DEL wurden angepasst.

Auch die Eisbären müssen sich an ein paar kleine Neuerungen gewöhnen.

Auch die Eisbären müssen sich an ein paar kleine Neuerungen gewöhnen.

Foto: Fotostand / Wassmuth / picture alliance

Berlin. Veränderungen bestimmen das Leben. Jedes Jahr gibt es etwas Neues, jede Saison werden auch die Regeln angepasst in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Die meisten Änderungen dienen der Beschleunigung des Spiels und dem Schutz der Spieler. Die Morgenpost führt die wichtigsten Neuerungen im Überblick auf.

Spielberichtsbogen

Ab dieser Saison können nur noch 17 Feldspieler pro Partie auf das Eis geschickt werden, die mit einer regulären Lizenz ausgestattet sind. Vergangenes Jahr waren es noch 18. Möchte ein Klub weiterhin 19 Feldspieler aufbieten, müssen darunter zwei Akteure aus dem U23-Bereich sein. Sie müssen zudem eine Spielberechtigung für die deutsche Nationalmannschaft haben und dürfen das 23. Lebensjahr erst nach dem 31. Dezember vollenden. Diese Regelung gilt auch in der nächsten Saison.

Verlorener Stock

Bisher durfte ein verloren gegangener Schläger dem stocklosen Spieler von einem Mitspieler nur in einer Hand-zu-Hand-Aktion überbracht werden. Das Zuschieben des Stocks war nicht gestattet und wurde mit einer kleinen Strafe geahndet. Ab sofort darf der Stock dem Mitspieler wieder flach auf dem Eis zugeschoben werden. Weiterhin gilt jedoch, dass dies nicht in Richtung des Pucks ausgeführt und das gegnerische Team nicht behindert werden darf.

Anspiel

Bei einem Verstoß gegen die Anspielregeln wurde bisher der Center des sich verfehlenden Teams vom Anspiel weggeschickt. Ab sofort wird gegen das verfehlende Team durch den Linienrichter verwarnt, und derselbe Center wiederholt das Anspiel. Sollte bei demselben Anspiel ein erneuter Regelverstoß begangen werden, wird wie gehabt eine Strafe durch den Schiedsrichter ausgesprochen.

Auszeit nach Icing

Mit der Saison 2019/20 ist es einem Team, welches ein Icing (unerlaubter Weitschuss) verursacht, nicht mehr gestattet, in der folgenden Unterbrechung eine Auszeit zu nehmen.

Zehn-Minuten-Disziplinarstrafen

Sollte eine zehnminütige Disziplinarstrafe ausgesprochen werden und der Spieler aufgrund der Spielzeit im laufenden Drittel nicht mehr von der Strafbank zurückkehren können, wird der betreffende Spieler in die Kabine geschickt. Mit Beginn des folgenden Spielabschnitts nimmt der Spieler auf der Strafbank Platz und kehrt mit Ablauf der Strafe in das Spiel zurück.

Bestrafter, aber verletzter Spieler

Sollte ein Spieler, gegen den eine Strafe ausgesprochen wurde, diese aufgrund einer Verletzung nicht antreten können, muss kein Ersatzmann bestimmt werden, der die Strafe verbüßt, solange die Strafe nicht in die Uhr kommt. Es liegt in der Verantwortung des Teams, dass der betreffende Spieler erst in der ersten Unterbrechung nach Ablauf der Strafe wieder eingewechselt wird. Dies gilt auch, wenn ein Spieler aufgrund einer Verletzung seine Disziplinarstrafe nicht antreten kann.

Verlust des Helmes

Bisher musste ein Spieler, der im Laufe des Spiels seinen Helm verlor, sofort zur Spielerbank und durfte seinen Helm nicht wieder aufsetzen. Im Sinne der Sicherheit darf der Spieler ab der Saison 2019/20 seinen Helm wieder einsammeln und aufsetzen. Dennoch muss sich der Spieler wie gehabt sofort zur Bank begeben und darf in keiner Weise am Spiel teilnehmen.

Als Teilnahme am Spiel gilt: den Puck spielen oder lenken, Kontakt mit dem puckführenden Gegenspieler herstellen, den Laufweg des puckführenden Gegenspielers zustellen/einschränken, die Gasse für einen etwaigen Pass zustellen/einschränken, den Laufweg eines nicht puckführenden Gegenspieler zustellen/einschränken. Sollte der Kontakt mit einem Puck oder Gegenspieler zufällig geschehen, gilt dies nicht als Teilnahme am Spiel.

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