Eishockey

Dank einer stabilen Abwehr sind die Eisbären so stark

Gegen die Iserlohn Roosters kehrt Verteidiger Constantin Braun in die Abwehr zurück.

Mit der Unterstützung von Constantin Braun wollen die Eisbären weiter an ihrer stabilen Defensive arbeiten

Mit der Unterstützung von Constantin Braun wollen die Eisbären weiter an ihrer stabilen Defensive arbeiten

Foto: Fotostand / Jakob / picture alliance / Fotostand

Iserlohn/Berlin.  Man hätte meinen können, nach dem spektakulären 6:3-Erfolg der Eisbären Berlin gegen die Adler Mannheim am Wochenende wäre der knappe 1:0-Sieg gegen Schwenningen ein Rückschritt gewesen. Immerhin schossen die Berliner erstmals seit sieben Spielen wieder weniger als drei Tore. Auch die Serie von Sean Backman, der 13 Spiele in Folge gepunktet hatte, endete im Schwarzwald.

Trotzdem fiel das Fazit von Eisbären-Trainer Uwe Krupp nach der Partie am Mittwoch noch positiver aus als nach dem Kantersieg gegen die Adler: „Ich bin froh über die Art und Weise, wie wir gespielt haben“, sagte er. Den Fans mag ein Offensivspektakel wie das gegen Mannheim lieber sein. Krupp misst Erfolg jedoch nicht an der Anzahl der eigenen Treffer. „Manchmal gewinnt man ein Spiel, weil man offensiv erfolgreich ist, aber das kommt nur selten vor“, so der EHC-Coach. „Die meisten Spiele gewinnt man mit gutem Defensivspiel.“

Iserlohn stürzt Tabellenführer Nürnberg von der Spitze

Bereits am Freitag treten die Eisbären in Iserlohn an (19.30 Uhr, telekomsport.de), das sich seit dem Trainerwechsel von Jari Pasanen auf Rob Daum vom letzten Tabellenplatz mittlerweile bis auf Platz vier vorgearbeitet hat. Von den vergangenen 15 Partien gewannen die Roosters zwölf, am Mittwoch stürzten sie den bisherigen Spitzenreiter Nürnberg. „Iserlohn ist Zuhause bärenstark. Das wird ein schweres Spiel“, sagte Krupp. Dabei könnte Constantin Braun erstmals in dieser Saison zum Einsatz kommen. Seine Rückkehr nach der Depression würde die Abwehr der Eisbären noch weiter verstärken.

Zuletzt war es fast ein wenig untergegangen, dass die Berliner in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) mit 89 Toren nicht nur den zweitbesten Sturm stellen, sondern mit erst 63 Gegentoren auch die zweitbeste Abwehr. Gegen Schwenningen zeigte sich diese Stärke erneut. Erstmals in dieser Saison blieben die Eisbären ohne Gegentor. „Wir haben heute defensiv gut gestanden und nur wenige Großchancen zugelassen“, meinte Marcel Noebels, Schütze des einzigen Tores. Und wenn Schwenningen doch einmal zu einer Gelegenheit vor dem Eisbären-Tor kam, war Torhüter Petri Vehanen zur Stelle. „Das war ein hartes Stück Arbeit. Es zeichnet eine Spitzenmannschaft aus, dass wir in einem solchen Spiel trotzdem die Punkte geholt haben“, sagte Noebels.

Nach der Hälfte der DEL-Saison thront Berlin an der Tabellenspitze. „Dafür können wir uns nichts kaufen, aber es gibt uns ein gutes Gefühl“, sagte Noebels. „Wichtig ist, dass wir jetzt, wo die Spiele in kurzem Abstand kommen, viele Punkte holen und uns bis Weihnachten dort oben einordnen.“