Berlin

Ein Sieg für das Selbstvertrauen der Eisbären

Gegen Iserlohn gelingt den Eisbären beim 4:3 der zweite Erfolg nacheinander.

Jubel bei den Eisbären (Archivbild)

Jubel bei den Eisbären (Archivbild)

Foto: Britta Pedersen / dpa

Wer gerade eine schlechte Serie beendet hat, der geht vor allem erleichtert in die nächste Partie. Der folgende Schritt ist dann, das leckgeschlagene Selbstvertrauen zurückzugewinnen. Was am besten funktioniert, wenn das anschließende Spiel ebenso siegreich gestaltet werden kann. Wenn, wie im Fall des EHC Eisbären, der in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gerade eine sechs Partien währende Auswärts-Niederlagenserie überstehen musste, der kommende Kontrahent daheim die auswärtsschwächste Mannschaft der Liga ist, stehen die Chancen nicht schlecht, diesen Plan umzusetzen. Gegen die Iserlohn Roosters gelang das den Berlinern dann auch, mit 4:3 (1:1, 3:0, 0:2) setzte sich der EHC vor 11.324 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena durch.

Der zweite Sieg in Folge wurde im zweiten Drittel sichergestellt, nachdem das erste ausgeglichen gewesen war und nach Toren von EHC-Kapitän André Rankel (14.) sowie Luigi Caporusso (19.) auch so geendet hatte. Jonas Müller brachte die Eisbären mit einem Schuss vom Bullykreis erneut in Führung (25.). Es war sein erster Saisontreffer, einen Tag vor dem 21. Geburtstag nicht unpassend. Mehr Einfluss auf die Partie hatte jedoch der Treffer von Barry Tallackson (33.). In Unterzahl war Darin Olver beim Bully vor dem eigenen Tor gestürzt und hatte den Puck mit der Hand weggeschoben. Die Scheibe landete bei Tallackson, alle Iserlohner monierten einen Handpass. Doch die Schiedsrichter reagierten nicht, als der Stümer allein loslief.

Das schien den Gästen den Elan zu rauben, Kyle Wilson erzielte das 4:1 (38.). Irgendwann gingen dann die Nerven mit den Iserlohnern durch, sie zettelten eine heftige Prügelei an, in deren Folge sechs Spieler auf die Strafbank mussten. Der Sieg für das Selbstvertrauen des EHC geriet so nicht mehr ernsthaft in Gefahr, obwohl Troy Milam (51.) und Caporusso noch verkürzten (60.).