Eishckeyliga

Eisbären beenden ihre schlechte Auswärtsserie

Die Berliner gewinnen nach sechs Niederlagen in der Fremde mit 5:3 bei den Krefeld Pinguinen. Dabei holten sie einen 0:2-Rückstand auf.

Eisbären-Trainer Uwe Krupp kann sich mal wieder über einen Erfolg freuen

Eisbären-Trainer Uwe Krupp kann sich mal wieder über einen Erfolg freuen

Foto: Henning Kaiser / dpa

Krefeld.  Es fühlt sich ganz sicher nicht gut an zu wissen, dass man außerhalb der eigenen Behausung wenig Erfreuliches zu leisten vermag. Mit einer veritablen Auswärtsphobie schlugen sich die Eisbären Berlin in den vergangenen Wochen herum, verloren sechs Mal am Stück. Doch was heißt das schon? Wie soll es jemandem ergehen, der nicht mal seinen Fans daheim das Gefühl des Sieges vermitteln kann? Und das sogar noch viel drastischer in seinen Ausmaßen. Ganze acht Partien hintereinander konnten die Krefeld Pinguine nicht gewinnen. Als diese beiden Mannschaften am Dienstag in Krefeld beim Zehnten aufeinandertrafen, konnten sie also gegenseitig von einem Wunschgegner sprechen. Von einem Kontrahenten, der bestens dafür geeignet ist, die eigene miese Serie endlich zu beenden.

Nun, die Berliner waren die Glücklicheren an diesem Abend, sie gewannen 5:3 (1:2, 2:0, 2:1) und konnten als Siebter den Anschluss an die direkten Play-off-Plätze halten. „Das war wichtig. Abers es war nur ein Sieg, wir wollen mehr“, sagte Kapitän André Rankel.

125 Sekunden für zwei Treffer

Der Abend bescherte den Berlinern ein emotionales Wellenbad. Kaum hatte die Partie begonnen, haftete den Eisbären schon wieder das Stigma des Auswärtsversagers an. Nach gerade elf Sekunden lagen die Eisbären 0:1 zurück, Torhüter Petri Vehanen hatte einen harmlosen Schuss von Daniel Pietta durch die Schoner rutschen lassen. Nach 125 Sekunden stand es 0:2, Mike Little hatte in Überzahl getroffen. Konsternierte Gesichter bei Trainer Uwe Krupp und den Profis.

Doch sie fingen sich wieder, schalteten besser von Defensive auf Offensive um und spielten schnell in Richtung des gegnerischen Tores. Nach einem Querpass von Nicholas Petersen schoss Micki DuPont zum Anschluss ein (17.). Rankel, der nach einem Infekt wieder mitwirken konnte, glich aus (27.). Und Spencer Machacek drehte mit einem Nachschuss die Partie (35.). Mit einer intensiveren Gangart, mit Biss in den Zweikämpfen und druckvollen Antritten hatten sich die Eisbären die Führung hart erarbeitet. „Da war viel Frust drin, viel Wut“, so Rankel.

Die entlud sich auch später noch, mit etwas zu viel Härte handelten sich die Berliner zu viele Strafzeiten ein, Mike Collins glich aus (45.). Der Willen, ihre Serie zu beenden, war bei den Eisbären jedoch stärker. Darin Olver gelang die erneute Führung (52.), Rankel traf bei leerem Tor zum Sieg (60.) für die Eisbären, die am Freitag Iserlohn empfangen (19.30 Uhr, MB-Arena).