Eishockey

Hördler und Braun dabei: Fünf Eisbären im WM-Team

Die Entscheidung fiel dem Bundestrainer nicht leicht. Statt gleich nach dem letzten Testspiel in Hamburg gegen Kanada (1:4) zu sagen, wen er kurz vor der WM noch aus dem Kader streicht, schlief Uwe Krupp lieber noch mal eine Nacht drüber.

"Die letzten Cuts sind immer hart", sagte er. Am Ende seiner Überlegungen kam durchaus Überraschendes heraus. Krupp eliminierte den Verteidiger Andy Reiß vom Meister Hannover Scorpions und Thomas Greilinger (Ingolstadt), den Torschützenkönig der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) und Spieler des Jahres, aus dem Aufgebot.

Die Nationalmannschaft umfasst jetzt 25 Spieler. Zwei davon muss Krupp für die Gruppenphase, in der das Team neben den USA auf Finnland und Dänemark trifft, noch streichen, kann sie danach aber wieder hinzufügen. Insofern sind also alle jetzt nominierten Spieler auch WM-Teilnehmer. Darunter fünf Profis vom EHC Eisbären.

"Ich freue mich riesig. Jeder träumt davon, bei der WM dabei zu sein. Aber es ist auch schön, dass so viele von uns im Kader stehen", sagt EHC-Verteidiger Constantin Braun, der wie Torhüter Rob Zepp sein WM-Debüt erlebt und von Abwehrkollege Frank Hördler sowie den Stürmern Sven Felski und Andrè Rankel begleitet wird. Damit hat sich das frühe Ausscheiden der Berliner im Viertelfinale also doch noch gelohnt. Sie konnten den Großteil der Vorbereitung der Nationalmannschaft mitmachen und bilden nun die größte Fraktion im Team. Zuletzt war das 2007 der Fall, als die Eisbären ebenfalls früh scheiterten und Krupp, der noch elf Olympiastarter im Kader hat, fünf Berliner berief. Am Ende stand mit Platz neun das beste WM-Resultat unter Krupp.

Deutschland startet morgen Abend in der Arena auf Schalke in die Heim-WM. Gegen die USA soll es die Weltrekordkulisse von 76 152 Fans geben. Dann stehen noch die Vorrundenpartien gegen Finnland (10. Mai in Köln) und Dänemark (12. Mai in Köln) an. Alle Partien werden von Sport1 live übertragen.

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